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50km rund um Waldbreitbach

Ob es in diesem Jahr überhaupt noch die Möglichkeit geben wird an Ultramarathonveranstaltungen teilzunehmen ist unklar. Aber auch wenn mein Jahreshöhepunkt bereits abgesagt ist, bin ich voll im Training und deswegen gibt es derzeit auch keinen Grund zurück zu stecken.

So bin ich in der vergangenen Woche ins schöne Wiedtal nach Waldbreitbach gefahren und habe mich früh morgens aufgemacht, um meinen ersten 50km-Lauf des Jahres zu absolvieren.

Strecke

Mehr als 1700 Höhenmeter auf 50km rund um Waldbreitbach im Wiedtal.

Ich hatte mir im Vorfeld die Wanderrouten rund um Waldbreitbach angeschaut und wollte eine Kombination aus diesen Wanderwegen hier laufen:

Ich laufe generell ohne GPS-Route auf der Uhr, sondern immer nach einer Kombination aus Markierungen, Gefühl und Orientierungssinn.

Aufgrund der Tatsache, dass in Waldbreitbach nicht nur die Wällertouren und Wiedtaler Erlebnisschleifen nutzbar sind, sondern auch der Wiedweg und der Westerwaldsteig kreuzen, fand ich die Beschilderung teilweise eher verwirrend als klar.

Das hat dazu geführt, dass ich nach einem Kilometer direkt mal falsch abgebogen bin 🙂 und ich somit die Katzenschleif-Runde nicht wirklich abgelaufen bin.

Das tat dem Ganzen aber keinen Abbruch, da ich mich rund um Waldbreitbach recht gut auskenne. Orientierung und Streckenkenntnis ist immer besser als Markierungen.

Ich gehe zwar nicht davon aus, aber sollte der Malberglauf in diesem Jahr stattfinden ist das eigentlich mal wieder ein Muss. Der Anstieg hoch zum Malberg ist einfach knallhart (wobei ich nicht die Wettkampfstrecke gelaufen bin) und ein Muss für begeisterte Bergläufer.

Verpflegung

Da ich um 15:30 Uhr einen Termin in Neuwied hatte, musste ich früh starten. Das Auto, das ich am Stadion in Waldbreitbach geparkt hatte, war dabei mein Verpflegungspunkt. Das hat so funktioniert, wie gedacht.

Leider ist mir erst vor Ort aufgefallen, dass mein Trinkschlauch eingerissen ist, so dass ich das benötigte Wasser in Flaschen mitnehmen musste. Entsprechend froh war ich, dass ich mehrere Verpflegungsstops eingeplant hatte.

Für die etwas mehr als 50km blieben mir am Ende also 7h Zeit. Durchaus herausfordernd, aber so soll es ja auch sein.

Direkt zum Fazit

Ich verzichte hier mal auf einen „Streckenbericht“. Ihr habt die Route und die Links zu den Wanderwegen. Das sollte reichen. Am Ende kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden war.

  • Die Streckenplanung ging mehr oder weniger auf (zu Beginn, falsch abgebogen, aber das war nicht schlimm, ganz am Ende zeitlich bedingt etwas abgekürzt).
  • Die Verpflegung hat gepasst, wenn man bedenkt, dass ich pro Etappe weniger Wasser dabei hatte, als ich eigentlich wollte.
  • Ich konnte mich gut an das Wetter anpassen. Los ging es bei 2°C und um 15 Uhr waren es dann 25°C in der Sonne.

Kurzum: ein richtiger guter Lauf. 🙂

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WiBoLT 2020 – ich bin dabei

Seit der ersten Ausgabe des WiBoLT (Wiesbaden-Bonn-Long Trail) im Jahr 2013 war ich wie gefesselt. Ich hatte erst kurz davor angefangen wieder regelmäßig zu laufen und war extrem weit davon entfernt 320km über den Rheinsteig zu laufen. Aber mich hat dieser Lauf, die Teilnehmer, die Idee den Rheinsteig in einem Rutsch von Süden nach Norden zu Fuß zu bewältigen einfach fasziniert. Und das ist auch heute noch so.

100 Meilen auf dem Rheinsteig

Ich werde in diesem Jahr auf der kurzen Version des WiBoLT an den Start gehen. Ja, der Lauf heißt wirklich SV-WiBoLT, für „short version“. Ist halt so. 😀

Offiziell sind es 100 Meilen von der Marksburg in Braubach bis nach Bonn auf den Rathausplatz. Wahrscheinlich sind es ein paar Kilometer mehr, aber die machen es dann auch nicht mehr aus.

Der „eigentliche“ WiBoLT startet, wie der Name ja schon sagt, in Wiesbaden und fordert von den Teilnehmern die Bezwingung von 320km, also 200 Meilen Strecke mit insgesamt fast 12000 positiven Höhenmetern. Die Teilnehmer haben für diese Herausforderung 90h Zeit. Irgendwann schaffe ich das auch, aber nicht in diesem Jahr.

Für den SV-WiBoLT stehen immerhin 48 Stunden zur Verfügung. Das ist auch der Grund, warum ich mir diese Herausforderung zutraue. Ich habe Zeit. Ich schaffe das.

Kleiner KoBoLT 2018

Im Jahr 2018 habe ich mir bereits einen kleinen Traum erfüllt, als ich die 100km-Version des kleinen KoBoLT von Rengsdorf bis nach Bonn-Oberkassel erfolgreich beendet konnte.

103,77km, mit 3624 Höhenmetern in 21:24 Stunden.

Für Details zum Lauf besuche mich bei Strava.

Ich kenne den Rheinsteig von Braubach aus in Richtung Norden im Prinzip wie meine (nicht existente) Westentasche. Nicht jede Ecke, nicht jeden Stein, aber ich kenne das Profil, weiß wann ich mir welche Körner aufsparen muss.

Ich denke, dass ich es in Kombination mit dem durchaus großzügigen Cut-Off schaffen kann. Gute Vorbereitung vorausgesetzt.

In meinem Kopf habe ich bereits einen groben Race-Plan, den ich im Rahmen meiner Vorbereitung weiter ausarbeiten werde.

Vorbereitung

Ich werde versuchen meine Vorbereitung auf den WiBoLT so gut bzw. so sinnvoll, wie es geht, zu dokumentieren. Ich bin kein Experte in diesen Sachen, sondern werde wahrscheinlich ein gutes Beispiel für die Probleme eines Alltagssportlers darstellen. 🙂

Trotzdem habe ich mir bestimmte Kennzahlen und Meilensteine herausgepickt, an denen ich arbeiten will, um mein Ziel zu erreichen. Dazu gehört nicht nur das Sammeln von Kilometern und Höhenmetern, sondern auch die Verlust von Kilos, sowie die allgemeine Stärkung meines Körpers.

Mittlerweile bin ich in etwa zwei Monate in der Vorbereitung. Aufgrund der Tatsache, dass ich 2019 ein verletzungsbedingtes Seuchenjahr der Extraklasse hatte, starte ich vielleicht nicht ganz von 0, aber doch von sehr weit unten. Aus dem Grund ist mein Training derzeit auch eher dosiert, damit ich nicht in die Falle der Überbelastung tappe.

Einen ersten Rückblick werde ich Anfang März geben.

Das Ganze ist offensichtlich kein Selbstläufer und ein Risiko. 100 Meilen zu laufen bzw. dafür zu trainieren ist auf unterschiedlichen Ebenen herausfordernd. Körperlich, mental, wie auch sozial.

Ich bin sehr gespannt, wie es mir gelingen wird. Die Unterstützung meiner Familie habe ich. 50% sind also schon mal im Sack. 🙂

Helfer in der Ruppertsklamm gesucht

Am Ende liegt mir noch eine Sache am Herzen.

In den letzten Jahren war ich immer gemeinsam mit Petra und Olaf verantwortlich für den Verpflegungspunkt am oberen Ende der Ruppertsklamm. Das waren immer tolle Nächte, die wir uns da um die Ohren gehauen haben. Meistens war ich dann von Donnerstag früh am Morgen bis Freitag Abend durchgängig wach und am Ende total am Arsch, aber es hat sich jedes Jahr gelohnt.

Im Prinzip haben wir jedes Jahr das gleiche von den Läufern gehört. „Wahnsinn“, „Großartiger VP“, „Vielen, vielen Dank“. Und in meinen Augen zu Recht, weil wir uns da jedes Jahr wirklich voll aufgeopfert haben.

In diesem Jahr kann ich leider nicht helfen, da mein eigener Lauf ja freitags um 12:00 Uhr startet. Aufbauen passt und ein bisschen quatschen passt immer, aber mehr geht dann leider nicht.

Aber trotzdem fehlt da jetzt eine Person und vielleicht habt ihr ja Bock da mitzuhelfen?

Aus dem Grund auch an dieser Stelle mal der Aufruf .. meldet euch als Helfer. Trinken und Essen gibt es ausreichend (und Kugels Backwelt hat jedes Jahr sensationelle Backwaren am Start .. also keine Sorge, dass ihr da aus Versehen abnehmt. Das passiert aus Erfahrung … nicht!).

Und wenn euch die Ruppertsklamm zu weit weg ist .. meldet euch doch mal beim Michael. Es gibt ja zig weitere VPs, an denen man unterstützen kann. Vielleicht wohnt ihr ja auch am Rheinsteig und habt Lust in eurem Garten einen Überraschungs-VP einzurichten? Nehmt Kontakt auf. Ohne Helfer haben es die Läufer noch schwerer das Ziel zu erreichen. Die dankbaren Blicke und Worte der erschöpften Halbzombies werden Dank genug sein. Glaubt mir.

Einfach hier einen Kommentar schreiben oder mich bei Twitter anschreiben.

Und jetzt? Jetzt geht es halt irgendwie los mit dem Training. Ich hab Bock. 😀