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WiBoLT 2020 – ich bin dabei

Seit der ersten Ausgabe des WiBoLT (Wiesbaden-Bonn-Long Trail) im Jahr 2013 war ich wie gefesselt. Ich hatte erst kurz davor angefangen wieder regelmäßig zu laufen und war extrem weit davon entfernt 320km über den Rheinsteig zu laufen. Aber mich hat dieser Lauf, die Teilnehmer, die Idee den Rheinsteig in einem Rutsch von Süden nach Norden zu Fuß zu bewältigen einfach fasziniert. Und das ist auch heute noch so.

100 Meilen auf dem Rheinsteig

Ich werde in diesem Jahr auf der kurzen Version des WiBoLT an den Start gehen. Ja, der Lauf heißt wirklich SV-WiBoLT, für „short version“. Ist halt so. 😀

Offiziell sind es 100 Meilen von der Marksburg in Braubach bis nach Bonn auf den Rathausplatz. Wahrscheinlich sind es ein paar Kilometer mehr, aber die machen es dann auch nicht mehr aus.

Der „eigentliche“ WiBoLT startet, wie der Name ja schon sagt, in Wiesbaden und fordert von den Teilnehmern die Bezwingung von 320km, also 200 Meilen Strecke mit insgesamt fast 12000 positiven Höhenmetern. Die Teilnehmer haben für diese Herausforderung 90h Zeit. Irgendwann schaffe ich das auch, aber nicht in diesem Jahr.

Für den SV-WiBoLT stehen immerhin 48 Stunden zur Verfügung. Das ist auch der Grund, warum ich mir diese Herausforderung zutraue. Ich habe Zeit. Ich schaffe das.

Kleiner KoBoLT 2018

Im Jahr 2018 habe ich mir bereits einen kleinen Traum erfüllt, als ich die 100km-Version des kleinen KoBoLT von Rengsdorf bis nach Bonn-Oberkassel erfolgreich beendet konnte.

103,77km, mit 3624 Höhenmetern in 21:24 Stunden.

Für Details zum Lauf besuche mich bei Strava.

Ich kenne den Rheinsteig von Braubach aus in Richtung Norden im Prinzip wie meine (nicht existente) Westentasche. Nicht jede Ecke, nicht jeden Stein, aber ich kenne das Profil, weiß wann ich mir welche Körner aufsparen muss.

Ich denke, dass ich es in Kombination mit dem durchaus großzügigen Cut-Off schaffen kann. Gute Vorbereitung vorausgesetzt.

In meinem Kopf habe ich bereits einen groben Race-Plan, den ich im Rahmen meiner Vorbereitung weiter ausarbeiten werde.

Vorbereitung

Ich werde versuchen meine Vorbereitung auf den WiBoLT so gut bzw. so sinnvoll, wie es geht, zu dokumentieren. Ich bin kein Experte in diesen Sachen, sondern werde wahrscheinlich ein gutes Beispiel für die Probleme eines Alltagssportlers darstellen. 🙂

Trotzdem habe ich mir bestimmte Kennzahlen und Meilensteine herausgepickt, an denen ich arbeiten will, um mein Ziel zu erreichen. Dazu gehört nicht nur das Sammeln von Kilometern und Höhenmetern, sondern auch die Verlust von Kilos, sowie die allgemeine Stärkung meines Körpers.

Mittlerweile bin ich in etwa zwei Monate in der Vorbereitung. Aufgrund der Tatsache, dass ich 2019 ein verletzungsbedingtes Seuchenjahr der Extraklasse hatte, starte ich vielleicht nicht ganz von 0, aber doch von sehr weit unten. Aus dem Grund ist mein Training derzeit auch eher dosiert, damit ich nicht in die Falle der Überbelastung tappe.

Einen ersten Rückblick werde ich Anfang März geben.

Das Ganze ist offensichtlich kein Selbstläufer und ein Risiko. 100 Meilen zu laufen bzw. dafür zu trainieren ist auf unterschiedlichen Ebenen herausfordernd. Körperlich, mental, wie auch sozial.

Ich bin sehr gespannt, wie es mir gelingen wird. Die Unterstützung meiner Familie habe ich. 50% sind also schon mal im Sack. 🙂

Helfer in der Ruppertsklamm gesucht

Am Ende liegt mir noch eine Sache am Herzen.

In den letzten Jahren war ich immer gemeinsam mit Petra und Olaf verantwortlich für den Verpflegungspunkt am oberen Ende der Ruppertsklamm. Das waren immer tolle Nächte, die wir uns da um die Ohren gehauen haben. Meistens war ich dann von Donnerstag früh am Morgen bis Freitag Abend durchgängig wach und am Ende total am Arsch, aber es hat sich jedes Jahr gelohnt.

Im Prinzip haben wir jedes Jahr das gleiche von den Läufern gehört. „Wahnsinn“, „Großartiger VP“, „Vielen, vielen Dank“. Und in meinen Augen zu Recht, weil wir uns da jedes Jahr wirklich voll aufgeopfert haben.

In diesem Jahr kann ich leider nicht helfen, da mein eigener Lauf ja freitags um 12:00 Uhr startet. Aufbauen passt und ein bisschen quatschen passt immer, aber mehr geht dann leider nicht.

Aber trotzdem fehlt da jetzt eine Person und vielleicht habt ihr ja Bock da mitzuhelfen?

Aus dem Grund auch an dieser Stelle mal der Aufruf .. meldet euch als Helfer. Trinken und Essen gibt es ausreichend (und Kugels Backwelt hat jedes Jahr sensationelle Backwaren am Start .. also keine Sorge, dass ihr da aus Versehen abnehmt. Das passiert aus Erfahrung … nicht!).

Und wenn euch die Ruppertsklamm zu weit weg ist .. meldet euch doch mal beim Michael. Es gibt ja zig weitere VPs, an denen man unterstützen kann. Vielleicht wohnt ihr ja auch am Rheinsteig und habt Lust in eurem Garten einen Überraschungs-VP einzurichten? Nehmt Kontakt auf. Ohne Helfer haben es die Läufer noch schwerer das Ziel zu erreichen. Die dankbaren Blicke und Worte der erschöpften Halbzombies werden Dank genug sein. Glaubt mir.

Einfach hier einen Kommentar schreiben oder mich bei Twitter anschreiben.

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Sport

Ehlscheid #everySingleStreet

Im Jahr 2018 hatte ich mir mal zum Ziel gesetzt alle Straßen in Koblenz abzulaufen. Das hat dann aus unterschiedlichsten Gründen (Disziplin, Verletzungspech, schlechtes Zeitmanagement und am Ende dann auch fehlende Motivation) nicht wirklich geklappt.

Anfang 2019 sah ich dann dieses Video. Rickey Gates läuft jede Straße in San Francisco ab oder wie es so schön kurz auf seine Website zu lesen ist

San Francisco…………..November 1 to December 15, 2018…………..40 days and nights……………..1200+ miles

Spätestens dann war der Gedanke wieder da mein eigenes, lokales Projekt erneut zu starten. Leider war das Jahr 2019 verletzungsbedingt die reinste Seuche, so dass ich erst rund um Weihnachten wieder anfangen konnte zu laufen.

Kleinere Brötchen

Koblenz ist keine riesige Stadt, aber trotzdem summiert sich die Laufstrecke und eigentlich bin ich auch nicht der allergrößte Aspahltfan. Ich laufe lieber im Wald bzw. mindestens mal hoch und runter. Aus dem Grund habe ich meine Ziele erstmal etwas kleiner gesteckt und am vergangenen Samstag dann endlich das erste davon erreicht.

Auch wenn ich jetzt schon fast zwei Jahrzehnte nicht mehr in meinem Heimatdorf wohne, bin ich doch noch häufig da. Meine Eltern wohnen in Ehlscheid und es ist und bleibt einfach das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Ich mag es einfach.

Wahrscheinlich bin ich schon im Jahr 1990 alle Straßen des Örtchens mit dem Rad abgefahren. Jedenfalls war ich immer unterwegs, aber wirklich aufgezeichnet habe ich das natürlich nie.

Am Samstag war es dann soweit und nach etwas mehr als 20km war ich zufrieden wieder im Elternhaus und habe das erste meiner 2020er-Ziele abgehakt.

Ich empfehle euch allen euch euren Ort, Stadtteil oder vielleicht ja auch die Stadt auszugucken und dann einfach mal los zu legen. Offensichtlich muss man das ja nicht alles in einem einzigen Lauf erledigen.

Aber wenn man seine Heimat kennen lernen will, dann schadet es ja auch nicht, wenn man überall mal vorbei geschaut hat. 🙂

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Softwareentwicklung

PHPUG Koblenz 11/2019

Am vergangenen Mittwoch fand das zweite Treffen der PHP-Usergroup Koblenz statt. Bereits im Jahr 2015 (richtig krass, wie lange das her ist!) wollte ich dort einen Vortrag gehalten haben. Das ist damals aber leider an einer Terminkollision gescheitert.

Nach einer längeren Phase der Abstinenz hat die modix GmbH sich der Sache dann doch noch mal angenommen und Interessierte ins PinUp geladen, um sich dort auszutauschen.

Alles in allem, war der Abend kurzweilig, mit einigen guten Gesprächen und ich hoffe doch zwei guten Vorträgen. Bewerten kann ich das nur beim ersten Vortrag, denn der zweite kam dann von mir. 🙂

Vorträge

Ralf, hatte mich gefragt, ob ich einen Vortrag besteuern möchte .. klar. Ich rede gerne, also hin da. Weltmeister im Prokastinieren war ich ja schon immer, also natürlich die letzten Folien im Bus auf dem Weg zur PHPUG zusammen geschustert, aber es hat ja gepasst.

You are responsible

Ich wusste, dass ich irgendwas zum Thema „Testing“ erzählen wollte. Was ich nicht wusste war wie ich dieses Thema in eine halbe Stunde pressen sollte ohne nur Buzzword Bingo zu spielen.

So kam der ziemlich bescheuerte Arbeitstitel „Entwickler sind auch Tester: Wie ihr die Qualität eurer Arbeit sicherstellt“ zustande. So bescheuert, dass ich ihn kurzfristig noch angepasst habe: „You are responsible! Oder warum QA Entwicklersache ist“. Auch nicht so griffig, wie ich mir das vorgestellt habe, aber ihr kennt das ja .. Namensgebung und Cache-Invalidierung .. die großen Probleme unserer Zeit.

Die Kurzfassung des Vortrags sieht so aus:

  • Du bist für deine Arbeit verantwortlich. Nur du!
  • Arbeite professionell und lese Clean Coder von Robert C. Martin (vielleicht bin ich ein kleiner Fanboy .. vielleicht)
  • Strebe nach Qualität und lass dir nicht einreden, dass „wir das jetzt doch auch schnell anders machen können“.
  • Definiere die Qualität, die du erreichen willst, bevor du anfängst zu arbeiten und prüfe am Ende, ob du sie erreicht hast.
  • Automatisiere alles, was du kannst.
  • Beherrsche die von dir genutzten Tools. (du kannst hier immer etwas dazu lernen!)
  • Nutze Continuous Integration / Delivery.

Jap. Ich habe massiv überzogen. Sorry dafür, aber es war mir irgendwie ein Bedürfnis das dann auch mit Elan rüber zu bringen.

Das alles waren im Prinzip nur Bullet Points in der Präsentation, die ich mit viel Tonspur ausgemalt habe.

Aus dem Grund gibt es zu meinem Vortrag es einen separaten Artikel, in dem ich versuche so viele Informationen wie möglich weiter zu geben.

Abgeschlossen habe ich mit diesen beiden Punkten:

Jap, sorry. Ich musste am Ende die Aufmerksamkeit noch etwas kapern. Das Thema Verantwortung gilt nämlich nicht nur dem Code gegenüber, sondern natürlich auch dem eigenen Körper, der eigenen Familie, den eigenen Kindern.

Also bleibt zu Hause, wenn ihr krank seid und kümmert euch darum, dass unsere Ur-/Enkel nicht auf einer verseuchten Müllhalde aufwachsen müssen.

PHP Performance Bottlenecks

Bevor ich an der Reihe war, gab es aber erst noch einen Vortrag mit dem Titel „PHP Performance Bottlenecks“ von Matthias Dötsch.

Matthias arbeitet bei InnoGames, die unter anderem das Onlinespiel „Forge of Empires“ betreiben. Für mich ganz interessant, weil das so ein ganz anderer Anwendungsfall ist, wie bei uns (chefkoch.de). Grob gesagt bieten wir Daten an, die gelesen werden können. Matthias erklärte, dass Caching bei ihnen nicht der ganz großes Heilsbringer ist, weil die Anwendung natürlich maximal interaktiv ist. Nutzer ändern ständig Daten. Er nannte z.B. die Zahl von 20k req/sec.

Seine Kernaussagen waren in etwa die folgenden:

  • Messe deine Performance und finde deine Schwachstellen
  • Priorisiere ToDos und bewerte sie (Kosten/Nutzen)

Er stellte eine Reihe von Tools vor, mit denen man sich der Sache nähern kann. Im Kopf geblieben sind mir

Diese Tools laufen als Extension im Produktivsystem mit und sammeln bei einem definierten Bruchteil der Requests Daten, die danach ausgewertet werden können.

Ziel ist es heraus zu finden, an welchen Stellen der größte negative Einfluss auf die Performance der Anwendung entsteht und diese dann natürlich entsprechend zu optimieren.

Ich habe in diesem Bereich genau gar keine Erfahrung. Demnach sicherlich ein interessanter Trigger, um sich in diesem Bereich einfach mal etwas umzuschauen. Überzeugt bin ich derzeit noch nicht, weil in meinem Kopf noch die Meinung vorherrscht, dass man sich nicht an micro optimizations aufhalten soll. Aber das ist auch eher nachgeplappert, statt selbst erarbeitet. Ich bin da offen. 🙂

Konstruktive Kritik

Ich hatte nach der Veranstaltung schon persönlich die Chance Feedback zu geben, aber ich denke, dass man das auch hier nochmals machen kann.

  • Ggf. ist das PinUp nicht die richtige Location. Der Grund ist die durchaus hohe Hintergrundlautstärke der Bowlingbahn direkt neben an. Die Luft war in dem Meetingraum dann auch relativ schnell recht stickig, weil man die Tür lautstärkebedingt nicht aufmachen konnte. Dabei waren wir gar nicht soooo viele Leute.
  • Vielen Dank für Speisen und Getränke … aber ich glaube nicht, dass jemand erwartet hat, dass da ein Buffet deluxe angekarrt wird. Für die Anwesenden war das letztlich zu viel. Maximal ein paar Snacks sind ausreichend, wenn überhaupt. Bier dürft ihr aber natürlich sehr gerne bereit stellen 🙂 .. und beim nächsten Mal würde ich mich auch über Mittrinker freuen. 🙂

Aber alles Kritik auf sehr hohem Niveau. Vielleicht probieren wir beim nächsten Mal einfach eine andere Location aus und dann schauen wir mal weiter. Hauptsache ist, dass es weiter geht.

Wenn wir es in 2020 schaffen vier Treffen zu organisieren wäre das ja schon großartig. Viel zu erzählen, zu vermitteln und auszutauschen gibt es auf jeden Fall und ich bin gespannt, was so in der Koblenzer „Szene“ so los ist. Obwohl ich hier wohne habe ich nämlich genau gar keinen Kontakt zu irgendwelchen Programmierern aus der Rhein-Mosel-Stadt. Sollte sich ändern und da können wir nur alle von profitieren.

Mein Fazit ist auf jeden Fall: das sollte ein Regeltermin werden!

Klickt euch mal rein (PHPUG-Koblenz) und kommt beim nächsten Mal dazu.