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Auf, auf: Spendenlauf!

Am morgigen 14.Juli 2022 jährt sich die Flutkatastrophe im Ahrtal.

Aus diesem Grund laufen Uwe und ich von Lahnstein aus über Koblenz immer am Rhein entlang bis zur Ahrmündung. Da man sie seit einem Jahr nicht mehr queren kann (die Brücke wurde von der Flut mitgerissen) geht es dann weiter am südlicher Ahrufer entlang durch Sinzig bis nach Walporzheim.

Dort findet abends eine kleine Gedenkveranstaltung und danach gibt es dann auch ein paar frohe Stunden. Es muss voran gehen und da möchten wir gerne mithelfen. 🙂

Ein komplett ausgelöschtes Haus in Mayschoss ein paar Tage nach der Flutwelle.

Wir unterstützen an diesem Donnerstag den Bürgerverein „Unser Walporzheim e.V.“, der Walporzheimer Menschen, die von der Flut betroffen sind, finanziell unterstützt. Direkt und unbürokratisch.

Das ist tatsächlich trotz der immensen Spendenbereitschaft im letzten Jahr notwendig, da die Gelder immer noch nicht komplett ausgezahlt worden sind.

Wir freuen uns sehr gerne über Spenden, die wir dann natürlich eins zu eins weiter gebe. Nehmt gerne Kontakt via Facebook, Instagram, Twitter oder E-Mail (spendenlauf@klaile.com) auf. Vielen Dank. 🙂

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1. Schängelland-Ultra – aus Organisatorensicht

Ich habe eine Laufveranstaltung organisiert. Einfach mal gemacht. Ich habe Leute eingeladen und dann sind wir ein bisschen durch die Gegend gelaufen.

Das stimmt. Es war alles in allem ein unfassbar guter Tag, wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter und ich bin froh, dass ich die Strecke so zusammen gestellt habe, wie ich sie zusammen gestellt habe.

Am Ende bin ich absolut zufrieden, habe sehr viele Erkenntnisse gewonnen und erhoffe mir in den nächsten Tagen noch mehr Feedback, wenn die noch mehr Laufberichte eintrudeln. Die ersten Texte in den sozialen Medien zzgl. zu all den Gesprächen, die ich im Ziel geführt habe sagen mir aber: ich habe einen guten Lauf auf die Beine gestellt und die Teilnehmer:innen hatten Spaß.

Ich bin erleichtert, aber auch stolz.

In der Folge will ich euch ein bisschen davon erzählen, wie es mir ergangen ist.

Meine Frau hat es im Nachgang sehr gut zusammengefasst

Benni, du kannst gut planen, aber nicht gut organisieren.

Von der Idee bis zur Ausschreibung

Ich bin im Jahr 2020 alle Straßen in Koblenz abgelaufen und nicht nur die, sondern auch den überwiegenden Großteil aller Feldwege drumherum. Ganz abgesehen davon erkunde ich leidenschaftlich gerne jeden Winkel in den Wäldern hier rund um Koblenz, so dass es für mich recht schnell klar war, dass ich auch nochmal im „Koblenz ist Lava“-Format einmal komplett um die Stadt herum laufen wollte. (rund um Neuwied bin ich schon gelaufen)

Der Gedanke verflog zunächst einmal wieder, aber irgendwann im Herbst 2021 dachte ich mir so .. eigentlich ist das doch auch eine super Veranstaltung. „Um eine Stadt herum laufen“. Ist nichts Neues, ich selbst bin ja auch kürzlich erst um Köln herum gelaufen.

Aber in Koblenz gibt es aus mir unerklärlichen Gründen einfach überhaupt keine Laufwettbewerbe. Der TV Urbar hat einen harten Trailrun im Angebot, aber dann wird es auch schon mau.

Also einfach mal eine Ausschreibung geschrieben und dann erst nicht getraut auf „veröffentlichen“ zu klicken. Und dann .. einfach doch. Wums.

Ein paar Leute bei Facebook markiert, ein paar anderen Nachrichten geschickt, kurz bei Twitter was geschrieben und zum Schluss noch bei Facebook in so einer Ultralaufgruppe einen kurzen Werbebeitrag geschrieben.

Nach 5 Tagen war alles erledigt. Liste „offiziell voll“, hab dann am Ende trotzdem jeden, der mitlaufen wollte, eingeladen.

Fazit 1
Die Leute haben Bock! Es braucht nur passende Angebote!

Es wird ernst. Hilfe, Strecke, Einkauf

Helfer:innen

Die Ausschreibung ging um den Jahreswechsel live. Corona-Hauptzeit. Omikron hat die Welt im Griff. Es galten Kontatbeschränkungen und ich wollte nicht der Grund sein, warum sich Leute infizieren. Also alles für einen Lauf mit Stargruppen vorbereitet und extra wenig Werbung gemacht und wenige potentielle Helfer:innen angesprochen, um die Anzahl der Menschen zu minimieren.

Wenn das Wetter gut ist, ist das mit Personen, die helfen wollen, kein Problem. Am Ende müssen die Leute aber auch Spaß haben, es muss ihnen etwas geben sich da stundenlang hinzusetzen. Das ist die Herausforderung, die glaube ich dieses Mal ganz gut gemeistert wurde.

Fazit 2:

Binde deine Helfer:innen von Beginn an mehr ein. Mach sie nicht nur Handlungserfüllern, sondern übertrage ihnen auch eine gewissen Verantwortung für ihren Bereich.

Das entlastet dich und bindet sie besser ein.

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis.

Wäre mein Corona-Test am Samstag positiv gewesen, wäre es zur Katastrophe gekommen. Ich hätte niemanden gehabt, der an meiner Stelle die Veranstaltung hätte leiten können. Ein Bus-Faktor von 1 ist immer ganz schlecht.

Streckenfindung

Die Strecke hatte ich im Groben geplant, kannte 95% der Passagen sowieso schon. In der Detailplanung bin ich alles noch x-Mal abgelaufen oder mit dem Rad abgefahren. Immer mit der Frage im Kopf „wie kann ich die Stadt eigentlich noch besser in Szene setzen?“.

Denn das war mein Ziel. Ich wollte Koblenz präsentieren. Ich liebe Koblenz und wollte das allen Läufer:innen auch vermitteln.

Das Streckenscouting wurde durch Hochwasser, Sturm- und Hagelschäden und die Tatsache, dass ich irgendwie Toiletten und Duschen organisieren wollte, erschwert und immer mal wieder umgeworfen. Am Ende bin ich zufrieden, wenngleich die Strecke ggf. 300 Meter zu wenig hatte. Die lade ich auf die nächste Ausgabe oben drauf. 😛

Zur Markierung der Strecke gehe ich weiter unten noch etwas ins Detail.

Einkauf

Möglichst nachhaltig arbeiten, wenngleich es aus Hygienegründen kleine Einwegflaschen als Getränke gab.

In Sachen Einkauf hatte ich null Plan. Ich habe mich daran orientiert, was ich so als Teilnehmer an Verpflegungsständen gefunden habe und hatte dann einen Tipp von Guido als Richtschnur befolgt.

Frage dich: „“Was würde ich mir wünschen, wenn ich Teilnehmer wäre?“

Ich habe das in meinem Kopf noch etwas abgewandelt zu

Versuche alles so „perfekt“ wie möglich zu machen. Dann hast du sehr gute Chancen den allergrößten Teil mehr als ausreichend gut abgedeckt zu haben.

Ich habe also Zeug eingekauft. Am Ende weiß ich, dass ich weniger Wasser mit Sprudel brauche, aber auch von nichts zu wenig hatte. Vier Teilnehmer:innen hatten im Vorfeld nach bestimmten Dingen an den Verpflegungspunkten gefragt. Habe ich dann einfach besorgt. Fertig. Der Dank war groß, ich fand es selbstverständlich. Alle waren zufrieden.

Fazit 3:

Biete den Teilnehmern im Voraus die Möglichkeit dir zu sagen, was sie gerne hätten. Besorge es. Das steigert die Stimmung!

Biete außerdem vegane Alternativen an und gestalte die Verpflegungspunkte so, dass Läufer eine ernsthafte Auswahl haben.

Die Verpflegungspunkte waren bei Kilometer 15 und 30. Das hatte logistische Gründe. Die 20km am Schluss waren natürlich lang, aber sie gingen auch weitestgehend bergab. Bin gespannt auf das Feedback, was ich noch bekomme (siehe unten).

An dieser Stelle noch ein Satz zum Thema „Medaillen“. Ich war einfach viel zu spät dran. Ich hatte dann eine super kreative Vorlage, aber das konnte man dann nicht so einfach umsetzen und dann war die Zeit einfach zu knapp und ich habe wirklich schweren Herzens darauf verzichtet. 🙁

Fazit 4:

Wenn ihr richtig coole Medaillen vergeben wollt, dann kümmert euch mit Vorlauf darum.
Behaltet euch ggf. auch die Möglichkeit offen Medaillen nur bei „Bestellung“ auszugeben. Nicht alle haben Bedarf.

Streckenmarkierung

Strecke des Schängelland-Ultras 2022.

Der Horror!

Ich kannte die Strecke zu 100% auswendig. Hätte sie sicherlich nachts ohne Lampe laufen können. Und dann wollte ich mit Sprühkreide markieren und es hat einfach nicht mehr aufgehört zu stürmen, hageln, regnen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als am Samstag vor der Veranstaltung früh morgens auf das Rad zu steigen und zu sprühen, sprühen, sprühen.

Die per Rennrad unzugänglichen Passagen dann noch zu Fuß abgelaufen und so kamen dann am Samstag rund 60 Kilometer zusammen (ich musste ja immer wieder zurück zum Auto bzw. Umwege fahren, weil das Rennrad bestimmte Stellen nicht passieren konnte).

Am Sonntag war ich noch nicht komplett fertig, so dass ich während der letztliche Sieger schon am VP 2 war, sechs Kilometer von ihm entfernt gerade den letzten Pfeil versprühte. Stress pur! 🙂

Fazit 5:

Lass dir bei der Markierung der Strecke helfen. Es macht total Sinn, dass nicht nur du die Strecke im Detail kennst.

Gerade an den Verpflegungspunkten sollten alle Helfer wissen, wie es von dort aus weiter geht.

Das geht in die gleiche Richtung wie Fazit 2. Es ist mir aber wichtig das hier nochmal explizit herauszustreichen.

Nicht weniger wichtig und am Ende nervig …

Fazit 6:

Kontrolliere den Track und vor allem … sichere ab, dass die Markierung exakt dem Track folgt!

Leider hatte ich an drei Stellen den Track nicht gut genug kontrolliert bzw. aus dem Kopf markiert und eine veraltete Streckenführung im Kopf gehabt. Absolut vermeidbar.

Feedback

Ich werden den Teilnehmer:innen im Nachgang noch eine E-Mail schicken, in der ich eine ganz kurze Stimmungsabfrage mache, mit der Option konstruktive Kritik zu üben.

Denn ich möchte lernen. Ich will wissen, was gut, aber vor allem was nicht so gut war. Ich will bei den nächsten Läufen (bin optimistisch, dass es nicht nur Wiederholungen des Schängelland-Ultras geben wird, sondern auch weitere Veranstaltungen) auf konstruktive Kritik reagieren können .. einfach besser werden.

Hier habe ich jetzt noch kein Fazit. Kommt aber hoffentlich noch.

Zum Schluss …

… kann ich nur noch mal wiederholen.

Für mich war es ein perfekter Tag. 🙂

Es waren wirklich sehr, sehr, sehr erfahren Ultra-/Marathonläufer vor Ort, Leute mit einer dreistelligen Anzahl von Läufen über die ganze Welt verteilt, und haben mir im Ziel bereits mit strahlendem Gesicht gesagt, dass es ein schöner Tag war.

Boah, Gänsehaut. Könnt ihr euch nicht vorstellen. Das ist wie so ein Ritterschlag. Ich war so aufgeregt und als dann der Sebastian Fetick (wohnhaft nur wenige Hundert Meter von Start/Ziel entfernt) als Sieger Ziel kam und einfach das erste was er sinngemäß sagt ist .. „ja, war einfach super“.

Ja ok. Danke. Innerlich hab ich gestrahlt, äußerlich auch, da einfach den ganzen Tag keine einzige Wolke am Himmel war. 😀

Für mich war es großartig, dass rund ein Dutzend Teilnehmer:innen aus Koblenz kamen. Viele sind dazu mit Koblenz verbunden gewesen. Sei es durch den ehemaligen Wohnort oder den der Eltern, sei es durch die Bundeswehr oder einfach, weil sie in der Nähe wohnen.

Und wenn selbst Koblenzer zu dir sagen „boah, da war ich noch nie, sensationelle Streckenpassage“ dann geht mir das Herz auf.

Ich habe alles geschafft, was ich an diesem Sonntag schaffen wollte.

Es war anstrengend, sehr anstrengend, aber ich bin richtig richtig richtig stolz auf das Erreichte und ich verspreche, dass diese Veranstaltung nicht das letzte Mal ausgetragen wurde.

Ganz am Ende noch ein riesiges Danke schön an André K. aus G. Ohne den BSC Güls wäre es nicht so möglich gewesen, wie ich es mir vorgestellt habe. DANKE!

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7.Wildschweinmarathon in Köln-Brück

Nachdem ich am vergangenen Sonntag die 63km rund um Köln beim G1 Grüngürtelultra gelaufen bin und die Beine in dieser Woche eigentlich ganz ordentlich funktioniert haben, habe ich mich am Freitag auf den letzten Drücker spontan für einen Marathon in Köln angemeldet. 🙂

Auf der Seite des 100 Marathon-Club (100MC) findet man jederzeit eine Reihe von Marathonveranstaltungen ohne großes Tamtam. Zumeist mit eigener Zeitmessung und Individualstart. Letztlich geht es darum Marathons zu sammeln bzw. diese eben zu laufen.

Richtungsweiser am Start- und Zielpunkt.

Den Wildschweinmarathon organisiert Anja Reddert. Danke dafür.

Für mich eine super Gelegenheit langsam und ohne jeden Stress Kilometer zu machen. Im Winter letztlich neben der Tatsache gesund zu bleiben für mich das A und O.

So jedenfalls der Plan und die Theorie.

Startgebühren gab es nicht, so dass für mich nur die Spritkosten anfielen. Ist akzeptabel. 😉

Immer rund um das Wildgehege

Die Strecke ist eine gut fünf Kilometer lange Runde rund um das Wildgehege in Brück, die acht Mal gelaufen werden muss.

Mehr Details zum Lauf gibt es wie gewohnt direkt bei Strava.

Offiziell heißt es:

8 Runden (mit Messrad vermessen jeweils 5,228 km x 8 = 41,824 km) + eine kurze Wendepunktstrecke (285 m x 2 = 570 m).
Gesamtlänge: 42,394 km.

Ausschreibung

Weitestgehend flach und zum Großteil über Waldwege ist man relativ schnell wieder am Start- und Zielpunkt und spult dann letztlich die Kilometer ab. 🙂

Ich wollte wie gesagt langsam starten, peilte eine Zielzeit rund um die 4:30-4:40h an. Das klappte exakt einen Kilometer lang, dann war ich irgendwie im 5:10-5:20min/km-Flow und … nunja, es hat Spaß gemacht. 😉

Alle zwei Runden, also gut zehn Kilometer, war eine Trinkpause eingeplant. Die Strecke führte ja direkt am Auto vorbei, also kein Problem. Also kurz an den Kofferraum, Wasser getankt und weiter ging es.

Ich kürze die Geschichte mal ab. Ich war einfach viel zu schnell und nach sechs Runden merkte ich schon, dass die letzten beiden Runden in dem Tempo nicht durchzustehen waren. Dazu lief ich mir langsam eine Blase unter dem Fuß. Hatte ich schon befürchtet .. die Schuhe geben den Geist auf. Also fix das Ersatzpaar angezogen und weiter.

Und plötzlich ging gar nichts mehr. Klassischer Hungerast. 🙂 Die siebte Runde klappte noch so einigermaßen, für die achte Runde hatte ich dann einen anderen Plan. Neue Klamotten anziehen, warm einpacken und mit Anja den Großteil der Runde einfach nur gehen.

Klar, ich hätte gerne in 3:50h den Zielstrich überquert, aber das sollte heute nicht sein. Kein Problem. Ich bin trotzdem zufrieden. 🙂

Das Ziel erreichte ich nach 4:23:24 Stunden. Die Uhr zeigte 42,29 Kilometer an. Punktlandung.

Kurz umgezogen und ab nach Hause. Ein Ultra und ein Marathon in den ersten beiden Wochen des Jahres. Das kommt unerwartet, aber ich sage natürlich nicht nein. Übertreiben darf ich es natürlich nicht, denn wie gesagt: gesund bleiben hat natürlich Priorität.

Deswegen bin ich auch absolut zufrieden mit der Zeit, auch wenn die letzten beiden Runden natürlich echt fies langsam waren. Aber was bringt es bei so einem Lauf die 4:00-Stunden-Marke zu unterbieten? Genau nichts.

Vielleicht Laufe ich Anfang Januar noch einen Marathon. Mal schauen. Hätte schon Lust.

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Sport

G1 Grüngürtel-Ultra 2022

Eigentlich sollte der Lauf über den Kölner Grüngürtel Anfang Januar 2021 stattfinden. Offensichtlich war das aus pandemischen Gründen nicht möglich, so dass der Wettkampf um ein Jahr verschoben wurde.

Finisher-Medaille und Belohnungsbier. 🙂

Der Grüngürtel-Ultra verläuft über den Wanderweg G1 über den Kölner Grüngürtel. Gestartet wurde in Köln-Mülheim. Von dort lief der eine Teil der Teilnehmer die 63km lange Strecke gegen den Uhrzeigersinn (gerade Startnummern) und der andere Teil mit dem Uhrzeigersinn (ungerade Startnummern).

Durchaus eine lustige Eigenart und in Corona-Zeiten natürlich auch mit Vorteilen, da die Anzahl der Menschen auf einem Haufen dadurch etwas reduziert wird. Pünktlich um 8:30 Uhr wurden ging es los.

Rund um Köln

Die Strecke ist weitestgehend flach, was mir sehr zu Gute gekommen ist. Ich war nämlich maximal untrainiert, weil ich ehrlich gesagt bis Mitte Dezember schlicht vergessen hatte, dass ich bei der Veranstaltung angemeldet bin. 😀

Alle Details direkt bei Strava.

Nach ein paar wenigen Laufeinheiten vor dem Startschuss ging es dann früh morgens nach Köln. Seit langer Zeit mal wieder ein Wettkampf und sogar mit recht vielen Leuten, aber im Startbereich mit Masken und auf der Strecke hat sich das Ganze ja dann auch verlaufen. 🙂

Für den ersten Marathon hatte ich gute Quasselgruppen, so dass ich etwa im 6er-Schnitt die ersten zwei Drittel der Strecke hinter mich brachte. Mir war allerdings schon klar, dass ich das Tempo nicht durchhalten würde können. Also der Gruppe adé gesagt und das Tempo stark reduziert. Die Hüfte machte sich auch ab und an bemerkbar und so fand ich mich relativ schnell gehend wieder.

Tja, die letzten 18km waren dann einfach nur noch eine Qual. Fast drei Stunden für den dritten Halbmarathon, aber letztlich ist das egal. Für mich war wichtig, dass ich das Ziel erreicht habe. Das dauerte nun zwar etwas länger und ich war wie gesagt auch mehr gehend als laufend unterwegs, aber Finish ist Finish.

Ich bin zufrieden. 🙂

Ausgekühlt

Während des Laufens habe ich es nicht gemerkt, aber im Auto und auf der Fahrt heim habe ich gemerkt, dass ich richtig ausgekühlt war. In der ersten Hälfte des Laufs war das anders. Da wollte ich sogar die Jacke ausziehen, weil ich so geschwitzt habe. Immerhin waren 5°C. Zum Glück hab ich die Jacke angelassen. 😀

In den letzten drei Laufstunden war ich dann viel langsamer, es nieselte ab und an und mir wurde offensichtlich immer kälter. Da muss ich auf jeden Fall irgendwie noch dran arbeiten.

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Fußball

Groundhopping in Liechtenstein

Den Länderpunkt Liechtenstein habe ich mit meiner Frau bereits im Oktober 2018 gemacht. Es war ein Spiel im Freizeitpark Widau in Ruggell. Der Kick war allerdings ein Spiel einer schweizerischen Amateurliga, so dass die Hopperpolizei direkt darauf aufmerksam machte, dass das natürlich eigentlich nicht zählen würde. Nun gut. Ob das so ist oder nicht lasse ich mal offen, aber wenn ich nochmal nach Liechtenstein kommen sollte, dann wollte ich den Länderpunkt auf jeden Fall noch bestätigen.

Im Rahmen meines Laufprojekts „Einmal Liechtenstein komplett, bitte!“ hatte ich dann also die Chance und habe das Thema dann hieb- und stichfest gemacht.

FC Triesenberg vs FC Schaan

Mittwoch, 10.November 2021, 20:00 Uhr

Der Hauptplatz in Triesenberg lieft teilweise auf einem Parkhaus.

Beide Vereine spielen in der siebhöchsten Schweizer Liga, die verwirrenderweise „3.Liga“ heißt. Diese Partie war allerdings die zweite Runde des Liechtensteiner Pokalwettbewerbs („.. und am Ende gewinnt der FC Vaduz“) und damit ein Spiel, welches die Hopperpolizei zufrieden stellen sollte. 😉

Das Spiel fand auf der Sportanlage Leitawis des FC Triesenberg statt. Interessante Konstruktion. Mangels ebener Grundstücke hat der Sportverein seine Sportanlage auf dem Dach eines Parkhauses gebaut. Auf jeden Fall ein Highlight. Die Aussicht ins Rheintal fiel aufgrund der Anstoßzeit um 20:00 Uhr leider flach, ein paar Lichter konnte man aber schon erkennen.

Die Anlage von oben. Überhalb befindet sich noch ein Basketball- sowie Tennisplätze.

Das Spiel selbst war von überschaubarer Qualität gesegnet, aber das ist kein Thema. Ich schaue ja sehr gerne und sehr viel Amateurfußball. 🙂

Sportplatz Leitawis mit überdachter Tribüne.

Die Gäste gewannen am Ende mit 2:1, der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam dann doch einfach zu spät.

Positiv zu erwähnen ist die Verpflegung. Preislich natürlich schon recht teuer, aber die Portion Pommes war sau gut gewürzt und so groß, dass ich sie tatsächlich am Ende nicht ganz aufessen konnte.

Top-Fußballverpflegung nach einem langen Autobahntag.

FC Vaduz vs FC Schaan (A-Junioren)

Donnerstag, 11.November 2021, 19:00 Uhr

Nebel beim Testkick der A-Junioren von Vaduz und Schaan im Rheinpark.

Nachdem ich einen guten Tag über laufend im Liechtensteiner Rheintal verbracht habe ging es abends dann in Richtung Rheinpark-Stadion in Vaduz. Es stand ein Testspiel zweier Liechtensteiner Teams auf dem Programm.

Leider wurde nicht im Stadion selbst gespielt, aber das war zu erwarten. Also Nebenplatz-Hopping, aber auch die wollen und müssen am Ende abgehakt werden. 😛 In diesem Fall war es Nebenplatz 1.

Überhaupt nichts Spektakuläres und hätte ich irgendwas Besseres zu tun gehabt, hätte ich das wohl auch gemacht. Aber alleine im Hotelzimmer rumliegen und Netflix schauen ist definitiv nicht besser als Fußball. Sei der Kick noch so öde und das Wetter noch so fies.

Die Gäste aus Schaan gewannen den Test haushoch und verdient mit 7:0 (1:0). Zweieinhalb Kacktore inklusive. War die erste Hälfte noch ausgeglichen, setzte es in der zweiten Hälfte dann noch eine richtige Klatsche für die Mannschaft aus der Hauptstadt.

Liechtenstein vs Island (U21)

Freitag, 12.November 2021, 15:00 Uhr

Tribüne im Sportpark Eschen-Mauren.

In der Europameisterschaftqualifikationsgruppe D der U21-Nationalmannschaften trafen die Liechtensteiner am sechsten Spieltag auf die Auswahl Islands.

Die Gastgeber gingen mit einer desaströsen Ausgangslage in die Partie. Nach fünf Spielen waren die Liechtensteiner Letzter, ohne Punkt, ohne Tor, aber mit 34 Gegentoren. Aua.

Die Isländer hatten immerhin bereits vier Punkte auf dem Konto und nach dem Spiel sollten es sieben sein. Die Gastgeber waren mehr oder weniger chancenlos und das beschreibt das Spiel im Sportpark Eschen-Mauren auch ausreichend.

Nur auf einer Seite gibt es eine Tribüne. Im Bild die norwegische Truppe. 🙂

Glücklicherweise bietet der Sportpark eine überdachte Tribüne, auf die ich mich nach dem anstrengenden Tag sehr gerne zurückzog, um mir diesen Leckerbissen europäischen Fußballs zu genehmigen.

Vor mir fröhnte eine Gruppe Norweger, die gekommen waren, um die Isländer zu unterstützen dem Bier, aber das war schon fast zu kalt für dieses Wetter.

Am Ende ein ungefährdeter 3:0-Sieg der Gäste, wobei die Heimmannschaft nach dem ersten Gegentreffer kurzfristig mit 99:0 in Front lag .. ups. 🙂

Die Benutzung der Anzeigetafel funktioniert zunächst eher .. schlecht.

Zusammenfassung

Drei Spiele und keines davon in der Schweizer Liga. 🙂

21 A-Junioren-Testkick

1x U21-Nationalmannschaft

1x Liechtensteiner Pokal

Das Rheinpark-Stadion würde ich in Zukunft bei Gelegenheit wohl nochmal mitnehmen, aber ansonsten wird mich Liechtenstein wohl nicht mehr so häufig in Sachen Fußball wieder sehen … außer ich bin sowieso nochmal lauftechnisch in der Nähe und es bietet sich an. Klar. 😉

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Einmal Liechtenstein komplett, bitte!

Heute ist der 11.11., Karnevalsauftakt. Auch ich habe eigentlich eine Eintrittskarte für den Auftakt auf dem Koblenzer Münzplatz. Aber ich möchte auch am Dienstag in Urlaub fliegen und nunja .. so ne Covid-Infektion muss halt auch nicht sein.

Aus dem Grund habe ich umdisponiert und ein Laufprojekt umgesetzt, was ich seit einiger Zeit im Kopf hatte.

Einmal quer durch Liechtenstein laufen! 😀

Bitte, was? Ja.

Liechtenstein ist flächenmäßig der sechstkleinste Staat der Erde. Warum also nicht einfach mal durchlaufen? Wer ist schon mal durch ein ganzes Land gelaufen?

Ich bin vor ein paar Jahren mal bei einer Etappe des ~1100km langen Deutschlandlaufs dabei gewesen. Die Distanz dieser Etappe war etwa doppelt so lang wie Liechtenstein von Süden nach Norden misst. Verrückt.

Kurzum: einfach mal machen!

Anreise bis zum südlichsten Punkt

Bereits am Tag zuvor in Österreich angekommen konnte ich relativ entspannt starten .. wenn ich denn rechtzeitig aufgebrochen wäre. Abgestiegen bin ich im Motel Engel, etwas mehr als zwei Kilometer vom Bahnhof in Feldkirch entfernt. Ich war viel zu spät und hatte dann das Glück, dass am Hinweg noch eine Bushaltestelle lag. Also rein in den Bus 11 Richtung Sargans Bahnhof eingestiegen und eine Stunde lang durch das Fürstentum gegurkt. Kostete 8 CHF (fair) und man konnte das super simpel via SBB-App kaufen.

Ankunft dann an der südlichsten Bushaltestelle, Balzers Brückle, und dann erstmal etwa zwei Kilometer in Richtung Süden gelaufen und die ersten Höhenmeter eingesackt.

Nebel, Nebel, überall Nebel .. hier noch in Liechtenstein kurz vor der Grenze.

Hier hätte es dann direkt losgehen können, aber ich hatte mich im Vorfeld bereits dazu entschlossen zuvor noch das Ellhorn zu besteigen. Nicht direkt, sondern über den südlichen Gratweg. Ich war ja nun in der Schweiz und als ich in den Gratweg einbog sollte ich die einzigen wenigen Sonnenminuten des Tages geschenkt bekommen.

Die ersten Sonnenstrahlen des Tages.
Das Schild weist den Weg und das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Wow! Endlich wieder Berge! Einfach nur geil. Der Weg ist eine absolute Empfehlung. Hier mal ein paar Bilder.

Der Gonzen thront über dem mit Nebel gefüllten Rheintal.
Der erste Schnee ist auch schon da.
Auch für mich als Schisser war der Weg gut geh-/laufbar.

Kurz vor dem Gipfel des Ellhorns kann man dann auch noch einen einfachen Geocache heben (hab ich mir dann nicht nehmen lassen).

Am Gipfel des Ellhorns, der Gonzen im Hintergrund.

Am Gipfel angekommen zog der Nebel auch hier auf und ich machte mich schnell wieder hinab in Richtung Grenzstein. Der Abstieg war mit meinen Straßenschuhen teilweise etwas glitschig, ging aber noch.

Liechtenstein war leider nicht zu sehen. Der Nebel setzte sich durch.

Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich ein schönes Foto von Liechtenstein machen könnte, aber da hat mir das Wetter heute leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Am Rhein nach Norden

Am Grenzstein angekommen war schon eine gute Stunde rum und ich hatte einige Höhenmeter in den Beinen, aber ok.

Der Grenzstein zur Schweiz am südlichsten Punkt Liechtensteins.

Ein letzter Blick zurück in die Schweiz und dann geht es auf meinen Weg einmal quer durch das Fürstentum. Auch wenn das Land natürlich mitten in den Alpen liegt wird mein heutiger Lauf komplett flach verlaufen. Immer am Rhein entlang. Nicht wirklich spannend, aber man kann nicht alles haben.

Es geht zunächst wieder bergab und am Rhein angekommen dann zunächst hinter dem Rheindamm, dann auf eben diesem und später die meiste Zeit vor dem Damm direkt am Rhein, der derzeit wirklich wenig Wasser führt.

Auf dem Rheindamm im Süden Liechtensteins.

Hier gibt es nichts zu fotografieren und nichts zu sehen. Einfach stupide in Richtung Norden laufen ist angesagt und das mache ich dann auch.

Ich hatte irgendwie damit gerechnet, dass das Wetter etwas besser wird, aber es bleibt von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur neblig und kühl. Richtiger Mist. Zum Glück habe ich Mütze und Handschuhe an, die Oberschenkel sind knallrot und ich bin froh, dass ich noch eine kurze Kompressionshose anhabe.

Immer weiter geht es entlang des Rheins.

Ich merke, dass ich nicht ausreichend zu Essen dabei habe. Ich hatte leider heute Morgen nur Zeit für ein sehr spärliches Frühstück, aber am Ende geht es schon. Da muss man dann durch.

Die Strecke von Süd nach Nord beläuft sich auf etwa 29 Kilometer, insgesamt werde ich am Ende zehn Kilometer mehr auf der Uhr stehen haben.

Als ich den Grenzstein zu Österreich erblicke bin ich einfach nur froh .. geschafft, oder eben auch nicht. Vom Radweg nochmal runter in die völlig durchnässte Wiese und diagonal noch etwas weiter nach Norden bis zum nördlichsten Grenzstein Liechtensteins. Yeah.

Der nördlichste Grenzstein Liechtensteins an der Grenze zu Österreich.

Ich stehe im Drei-Länder-Eck „Liechtenstein-Österreich-Schweiz“ (der Rhein ist hier ja die Grenze), am nördlichsten Punkt Liechtensteins und lustigerweise gleichzeitig auch am westlichsten Punkt Österreichs. 🙂

Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dann aber glücklicherweise noch entdeckt, denn an dieser Stelle gibt es ebenfalls noch einen einfach zu entdeckenden Cache (Infos gibt es hier).

Auf meinem Lauf bin ich übrigens auch am westlichsten Punkt des Fürstentums Liechtenstein vorbeigekommen, quasi indirekt mitgenommen. 🙂

Der Baum steht bereits in Österreich.

Meine Planung ging genau bis zu diesem Ort. Irgendwie hatte ich komplett aus den Augen verloren, dass ich ja auch noch wieder zum Hotel musste. 😀

Ein letzter Blick zurück ins Fürstentum und dann ging es noch fünf Kilometer auf einem Radweg zurück in Richtung Feldkirch. Ätzend, aber hilft ja nix.

Details zum Lauf gibt es direkt bei Strava.

Nach 5:14 Stunden (brutto) war ich dann endlich wieder am Motel und muss sagen .. auch wenn die Strecke natürlich maximal öde war: es war geil.

Denn wie gesagt .. wer ist schon mal durch ein ganzes Land gelaufen? 🙂

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Fußball

Kreisklasse rund um Trier

Gestern spielte die TuS Koblenz mal wieder im Moselstadion gegen die Eintracht aus Trier. 1:3 verloren, sich am Ende mal wieder selbst geschlagen. Mehr braucht man zu dem Kick nicht erzählen, außer vielleicht, dass die Polizei im Vorfeld mal wieder 29 Stadtverbote gegen Anhänger der Koblenzer Fanszene ausgesprochen hat und wie gewohnt mit einem Aufgebot an Polizeikräften vor Ort war, das man nur schwer nachvollziehen kann. Joa, wenn man sonst nichts zu tun hat.

Statt mit den DKF-Bussen anzureisen entschied ich mich die Chance zu nutzen, um noch einen der ausstehenden Rheinlandliga-Grounds abzuhaken.

SG Hochwald/Zerf III vs SV Wincheringen II

Sonntag, 7.November 2021, 12:30 Uhr, Sportplatz Deeswiese

Einen Rheinlandligakick gab es allerdings nicht zu sehen, sondern ein Spiel der Kreisklasse D, Saar. Mal wieder das Filet rausgesucht.

Sportplatz Deeswiese in Zerf

Das Spiel selbst war einseitig, die Gäste waren besser und gewannen am Ende klar mit 6:0 (2:0).

Für mich nur eine Halbzeit, da es danach direkt zum besagten Spiel der TuS nach Trier ging.

SV Viktoria Wasserliesch/Oberbillig II vs SV Freudenburg

Sonntag, 7.November 2021, 16:30 Uhr, Sportplatz Wasserliesch

Von Trier noch kurz nach Wasserliesch, um dort mit einem Sahnestück an Fußballkunst den Tag zu beschließen.

Die zweite Mannschaft aus Wasserliesch empfing den Tabellenführer der Kreisklasse C, Saar. Bevor es losgehen konnte, musste man aber noch darauf warten, dass die Partie der ersten Mannschaft beendet wurde.

Sportplatz an der Mosel in Wasserliesch

Abpfiff 16:25 Uhr, Anpfiff 16:33 Uhr. Acht Minuten bisschen auf das Tor gebolzt, fertig. Der Rasenplatz hatte das 90minütige Massaker davor schon nicht mehr überstanden, so war es dann am Ende auch egal, ob da noch ein Spiel drauf stattfindet oder nicht. Matsch mit etwas Rasen dazwischen. Schraubstollen zu 100% erforderlich! 😀

Das Spiel pendelte hin und her. Freudenburg hätte in den ersten 10 Sekunden schon in Führung gehen müssen, hatte am Ende weitere gute Chancen, das Tor wollte aber zunächst nicht fallen.

Außerhalb des Platzes wurde sich zwischenzeitlich von der ersten Mannschaft + Anhang das Bier reingestellt („Bitte kein Bit!“), während auf der anderen Moselseite irgendein Honk seinen fehlenden Rhythmus beim Schlagen einer Trommel unter Beweis stellen musste. Moah ..

Das Spiel endete mit 2:2 (0:0), wobei die Gastgeber in den letzten Minuten eine 2:0-Führung aus der Hand gaben und am Ende sogar noch in Unterzahl das Spiel beendete.

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Sport

Europabrückenmarathon

Mehr Informationen direkt bei Strava.

Die Idee habe ich schon ein paar Jahre im Kopf und irgendwie war jetzt der richtige Zeitpunkt, um es einfach mal zu machen.

Ein Marathon auf der Koblenzer Europabrücke. Und nur da. Start und Ziel war in einer Parkbucht in der Auffahrt zur B9 von Lützel aus. Direkt an der Strecke, also das Auto alle zehn Kilometer als Verpflegungspunkt genutzt. Perfekt.

Auf der Moselnordseite dann die B9 gequert und auf der westlichen Seite der Brücke Richtung Kernstadt gelaufen. Den Saarkreisel unterqueren und auf der anderen Seite der Brücke zurück.

Beim ersten Mal nimmt man den Blick auf die Moselstaustufe und auf die Festung Ehrenbreitstein dann noch gerne mit, im weiteren Verlauf war es allerdings einfach nur öde.

Aber ich habe nichts anderes erwartet und auch nicht erhofft. Aus dem Grund habe ich mir dann auch mentale Unterstützung geholt. 🙂

Ich höre nie Podcasts und beim Laufen höre ich auch nie Musik, aber heute habe ich die Zeit genutzt, um mir dieses 3:37 Stunden-Monster von Tim Pritlove und Pavel Mayer reinzuziehen und es war der Wahnsinn.

Hört euch diesen Podcast an! Es geht um die Geschichte hinter dem Film The Billion Dollar Code. Ich folge Pavel Mayer schon länger bei Twitter, aber das Thema Terravision ist komplett an mir vorbei gegangen. Schaut den Film/die Miniserie und hört den Podcast. Der Podcast ist einfach genial. Ich wiederhole mich. Sorry.

Ok, entschuldigt das Abschweifen. 🙂

Der Podcast hat mich über die ersten 34km oder so gebracht. Und dann war es einfach nur noch Kampf. Ein paar Elektrobeats auf die Ohren und einfach nur durch.

An den beiden Südseiten steht jeweils so ein Stein.

Die letzten beiden Runden musste ich dann ab und an auch mal gehen. Da waren die Beine einfach komplett durch, da hat man dann das fehlende, konstante Training gemerkt.

Aber dann gibt man natürlich nicht mehr auf und am Ende stehen 42,2km in rund 4:45h.

Einfach mal machen. Bin froh, dass ich mich da heute durchgequält habe. 🙂

Hab die nächsten, auf den ersten Blick, idiotischen Projekte schon im Kopf. Muss ich jetzt halt einfach mal machen …

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Schindertrail Backyard Ultra 2021

Zum dritten Mal nahm ich nun an einem Backyard Ultra teil. 2020 startete ich bereits in Rettert, im Frühjahr lief ich dann 50 Meilen in der virtuellen Austragung und auch in diesem Jahr wollte ich mich wieder daran versuchen möglichst lange und weit unterwegs zu sein.

Leider habe ich mich nach dem Lauf auf den Feldberg verletzt. Der Körper, vor allem eine Leiste, wollte nicht mehr und ich habe auf das Heilungsprinzip „Pause“ gesetzt. Das hat soweit gut geklappt, so dass ich so langsam wieder starten kann. Einen ersten längeren Testlauf habe ich dann in Winterborn absolviert und war zufrieden.

Warten auf die Läufer in Runde 9.

Aber mir war klar, dass ich nur mit Glück eine Verbesserung meiner Leistung aus dem Vorjahr erreichen könnte. Aus dem Grund hatte ich bereits im Vorfeld für mich geplant mit dem Start in den Oktober in die Wintervorbereitung einzusteigen, um möglichst fit in das kommende Jahre 2022 hineinzukommen.

Zehn Runden hatte ich mir vorgenommen, am Ende wurden es acht und damit bin ich sehr zufrieden. Ich musste nicht an mein Limit gehen und konnte die Runden bis zum Ende in der gewollten Geschwindigkeit abspulen.

RundeRundenzeit in Minuten
150:15
250:53
349:46
450:40
551:42
651:28
751:59
853:27

Die letzte Runde etwas langsamer, weil mir da schon klar war, dass ich zur neunten Runde nicht mehr an den Start gehen würde und ich mit Frank die letzten Minuten des gemeinsamen Laufens noch mit Quatschen über den WiBoLT verbracht haben.

Es wären sicherlich noch zwei, drei Runden mehr drin gewesen, aber ich wollte meinen Körper nicht komplett überlasten, sondern den Wettkampf als soliden und guten Start in das Aufbautraining ansehen.

221 Teilnehmer laufen, um den Wald rund um Rettert zu retten. Schon stark.

Da ich aber am Wettkampftag (Start um 20:00 Uhr) bereits um 4:50 Uhr aufgewacht bin war ich in der Nacht dann auch spürbar müde. Es wäre sicherlich noch etwas weiter gegangen, aber am Ende war es die absolut richtige Entscheidung mit 55km (offizielle Strecke etwas kürzer, aber es gab ja noch den Weg zwischen Pavillon und Start/Ziel) nach Hause zu fahren. Details zum Lauf gibt es dann wie gewohnt bei Strava.

Team Brockenkäfer

Alex hatte relativ kurzfristig noch eine Teamwertung ins Leben gerufen und eh ich mich versah sprach mich Frank an, ob ich nicht mit ihm und Michael (dem Meldeläufer) in einem Team laufen wolle.

Frank und Michael haben jeweils zwei Mal den WiBoLT gefinished. Das ist ja mein sportliches Lebensziel. 🙂

Okay? 😀 Wie komme ich zu der Ehre mit solchen Leuten in einem Team zu laufen? Egal. Klar. Mach ich. Sehr cool.

Als ich vor Ort ankam hatte Michael bereits den Pavillon aufgebaut und Frank kam kurze Zeit später mit Mareike als Support ebenfalls dazu.

Melonendecke auf dem Boden. Wunderschön. 🙂

Für mich war Support nicht allzu wichtig, weil ich eine im Vorfeld begrenzte Zeitspanne laufen wollte. Acht oder zehn Stunden schaffe ich problemlos ohne Support.

Aber man hat schon gemerkt, dass in der kurzen Pause, die man zwischen den Runden hat Vieles sehr viel einfacher wird, wenn man jemanden hat, der nur dafür da ist dir diese 5-10 Minuten Pause so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Danke.

Generell einfach super cool euch mal im „realen Leben“ bzw. überhaupt kennengelernt bzw. mal wieder getroffen zu haben.

Unser Team ist am Ende im Mittelfeld gelandet, aber .. ja .. egal. 🙂

Michael beendete ebenfalls nach acht Runden den Wettkampf, Frank machte die zwölf Runden voll und beließ es dann auch dabei.

Mir hat es Spaß gemacht und hoffentlich schaffe ich es bei der nächsten Austragung des Trailruns des TV Urbar dann auch endlich mal an den Start. Versuche es seit Jahren, hat leider noch nicht geklappt. Aber das ist fällig. 🙂

Ob ich im nächsten Jahr nochmal in Rettert starten werde? Muss ich mir noch überlegen. Es ist nicht so wirklich mein Format. Mehr als ein Trainingslauf kann das für mich eigentlich nie sein. Aber mal schauen, was das kommende Jahr so bringt. Ausschließen würde ich es mal nicht.

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Gesellschaft

Weniger Fleisch

Sollen wir nicht einfach mal versuchen zu Hause auf Fleisch zu verzichten?

Meine Frau fragte mich das und ich sagte: klar. Lass uns das machen.

Wir haben uns folgende Regel gesetzt:

  • Wir kaufen kein Fleisch und keine Wurst mehr für die Nutzung daheim.
  • Fisch ist okay.
  • Auswärts essen (im Restaurant, bei Freunden) oder wenn wir etwas zum Abholen bestellen (z.B. beim Lieblingskroaten nebenan) ist Fleisch auch okay.

Man merkt: wir sind keine Vegetarier geworden und das werde ich auch niemals werden, aber wir versuchen den Konsum von Fleisch zu reduzieren.

Wir haben seit etlichen Jahren nur an der Frischetheke gekauft und kein abgepacktes Zeug, aber Fleisch ist letztlich Fleisch.

Wir werden damit nicht die Welt, die Tiere, die Umwelt retten. Aber es braucht auch nicht zwingend immer einen Grund, um auf Dinge zu verzichten.

Fleischfrei kochen im Alltag

Etwas mehr als zwei Wochen sind wir nun daheim schon fleischfrei unterwegs. Nicht jeden Tag haben wir gekocht, wir waren auch mal essen, mal bei einem Familientreffen mit leckerem Essen vom Asiaten und wir haben auch mal Burger bestellt (die allerdings eher so medium super waren).

Wir sind noch auf der Suche nach guten Alltagsrezepten, die man schnell und ohne großen Aufwand machen kann, die aber trotzdem schmecken und satt machen.

Hier eine erste Auswahl. Vielleicht hilft es ja jemandem weiter.

Am Ende ist es so, dass man sich einfach nur mal darauf einlassen muss. Wie gesagt: ich freue mich dann auch immer auf eine gute Rindswurst beim Fußball. Verzicht heißt ja nicht, dass man auf alles oder immer verzichten muss.

Ich denke, dass ist ein ganz großes Missverständnis, was man ja auch bei der Diskussion um Autos, Abgase, Flüge oder oder oder feststellen kann.

Wir hatten uns ursprünglich nur eine Woche vorgenommen, jetzt sind wir schon in der dritten und wir fühlen uns gut.

Probiert es mal aus. Man entdeckt ganz neue Dinge und kann diese, wenn man eben nicht ganz auf Fleisch verzichten will, auch wunderbar mit gutem Fleisch kombinieren.

Kleiner Disclaimer: ich arbeite bei Chefkoch, aber nun ja … die Wahrscheinlichkeit, dass jemand irgendwie nicht bei Chefkoch vorbei kommt ist auch eher gering. 😛