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Rennbericht: 1.Schindertrail virtual backyard ultra

Es war also alles vorbereitet und dann Dummheit deluxe. 🙁

Montags kam ich auf die Idee endlich mal mein aktuelles Fitness-Level bei Freeletics zu definieren, um nach dem backyard ultra voll durchstarten zu können. Jou, lockere Squats führten dann allerdings zu einer leichten Zerrung im hinteren Oberschenkelbereich. Dummheit einfach.

Beine lockern auf dem Rad, dann Blackroll und Massagepistole, Voltaren und ein bisschen Beine lockern am Mittwoch und Donnerstag und dann einfach die Suppe auslöffeln. Unsicherheit inklusive, es sollte aber zum Glück keine Auswirkung haben. Trotzdem: keine unbedachten Aktionen vor einem Wettkampf!

Am Donnerstag hatte ich bereits das Setup meines Start-/Zielbereichs zur Probe aufgebaut, so dass der Aufbau am Freitag Morgen schnell von der Hand ging.

Schnell noch ein bisschen bei social media Eigenwerbung betrieben und dann war auch schon zehn Uhr und der virtuelle Startschuss erfolgte.

Die ersten sechs Runden

Die Rundenzeit habe ich mir nicht wirklich geplant. 45 bis 50 Minuten habe ich anvisiert, um nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Pause zwischen den Runden zu haben. Es lief gut, so dass ich die Zeit sogar etwas unterbieten konnte und mich damit gut fühlte.

RundeRundenzeit
142:38
242:18
342:24
441:26
542:06
642:18
Rundenzeiten während der ersten sechs Stunden

Zu Beginn noch das ein oder andere Foto für den Rennbericht gemacht, aber dann ist die Runde eben auch einfach immer nur die gleiche.

Der Anstieg zu Beginn der Tagesrunde verleitet dazu ihn zu laufen. Für einen normalen Lauf völlig okay, hier musste ich mich gerade zu Beginn wirklich zwingen einen Schritt zurück zu machen und zu gehen. Etwa 140 Höhenmeter pro Runde darf man nicht ignorieren.

Nach sechs Runden hat man nicht mal einen Marathon hinter sich, dafür aber noch unendlich viel vor sich. Die erste Ernüchterung macht sich breit. Das wird hart.

Von Beginn an habe ich darauf geachtet nicht zu geschwitzt zu sein. Das heißt immer schön vorsorglich die Laufshirts gewechselt, abgetrocknet. Oberkörper, zwischen den Beinen. Körperpflege ist wichtig.

Dazu regelmäßig kurz andehnen und locker massieren. Nicht zu hart, sondern irgendwie so, dass die Muskeln geschmeidig bleiben. Alles ohne wirkliche Ahnung von dem, was ich da tue, sondern nach bestem Wissen und Gewissen.

Wer weiß was noch so kommt.

Stunde fünf bis elf

Stunden, Runden. Ändert ja nichts. Immer weiter. War das Wetter in den ersten sechs Stunden noch ok (kühl, aber ok) wird es mit dem Nachmittag immer windiger. Die Zunahme der Windstärke passiert schleichend.

Ich merke, dass ich immer weniger schwitze, mir stattdessen während der Pause immer kühler wird. Mein Pavillon steht auf der Ostseite des Hauses, die Sonne ist weitergewandert. Es geht in den Abend hinein.

Ich entscheide mich den VP in den Keller zu verlegen.

Jetzt am Nachmittag werden die Beine schon müder. Dazu gesellt sich Frust. Der Wind ist nicht durchgängig (was auch ätzend gewesen wäre), sondern kommt in massiven Böen, was dazu führt, dass ich teilweise gefühlt gegen Wände laufe und gehend schneller bin, als laufend. Das saugt enorm viel Kraft, da ich versuche irgendwie meine Rundenzeiten zu bewahren. Wenn ich zu früh in die 50er abdrifte, befürchte ich nicht mehr gut genug regenerieren zu können.

Die ersten Gedanken à la „wie komme ich hier möglichst unbeschadet (körperlich und vom Ansehen her) raus“. Soll ich so tun, als ob ich umgeknickt bin? Durchfall ist immer ein guter DNF-Grund. Ich bin in einem Tief.

Am Ende rette ich mich in den Gedanken, dass ich im Garten windgeschützt bin und das dann alles gut wird. Die Ausgangssperre kommt näher.

Um 21:00 Uhr ist hier Schluss und ich muss in den Garten ausweichen.

RundeRundenzeit
742:24
843:18
944:08
1045:04
1147:05
Rundenzeiten von Stunde 7 bis 11

Die zehnte Runde ist eine Katastrophe. Die Sonne ist fast weg und im Wald stürmt es. Äste fallen und mir ist verdammt kalt. Ich entscheide mich in Runde elf (die letzte vor der Ausgangssperre) eine dickere Jacke und eine Mütze anzuziehen. Nunja … der Wind schläft ein. Keine einzige Böe, ich schwitze wie den ganzen Tag noch nicht.

Ich habe leichte Probleme mit dem Bewegungsapparat, aber ich bin mittlerweile auch bereits seit elf Stunden unterwegs. Alles soweit im Lot. Ich bin durchaus noch motiviert, wenngleich mich das Wetter schon richtig annervt.

Start in die Nachtrunde

Ich bin auf der einen Seite unmotiviert, will das nicht mehr. Auf der anderen Seite ist das so bescheuert, ich will am Ende sagen können „das habe ich geschafft“.

Ich höre eigentlich keine Hörbücher, aber heute muss eine Ausnahme sein. Alles ausprobieren, um die Zeit verfliegen zu lassen. Ich brauche irgendwas, was 8h dauert. Nicht 24, sondern 8, damit ich es zu Ende hören kann.

Ich bin auf „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann gestoßen. Das Buch ist klasse (Leseempfehlung!), heute soll es das Hörbuch sein. Leider ist mir relativ schnell klar, dass ich es nicht zu Ende hören werde.

Das Hörbuch beginnt mit diesem Zeilen.

Im September 1828 verließ der größte Mathematiker des Landes zum ersten Mal seit Jahren seiner Heimatstadt, um am deutschen Naturforscherkongress in Berlin teilzunehmen.
[Pause]
Selbstverständlich wollte er nicht dorthin.

Ich musste lauter lachen, als ich es sollte. Das spiegelte komplett meine Situation wieder. Ich wollte diese bescheuerte Gartenrunde nicht laufen.

Nach wenigen Minuten merkte ich außerdem, dass ich viel zu langsam war. Mein Körper war zwar nicht steif, aber die ständigen Drehungen auf der Wendepunktstrecke gingen nicht so schnell vonstatten, wie ich erhofft hatte.

Ich beendete die zwölfte Runde in 57:02min.

Ich hatte den Tag über jeweils zwei Wecker gestellt. Um 58 und dann zum Start in die neue Runde. Ich hatte nicht mal Zeit mich ausreichend zu verpflegen. Marcel und Sascha versuchten mir zwar noch die nötigen Motivationsspritzen zu geben, aber es half nichts. Es lag nicht an der Motivation, sondern daran, dass mein Körper nach der Vorbelastung mit mehr als 1500hm auf 73km diesen Rundkurs im Garten einfach nicht mehr absolvieren konnte. Ich probierte es, aber ich brach die 13.Runde vorzeitig ab, als ich merkte, dass es unmöglich war die Zeit aufzuholen und rechtzeitig mit der Runde fertig zu sein.

Fazit

Ich hätte sehr gerne erstmals 100 Meilen geknackt, aber das war an diesem Tag einfach zu weit weg.

Für mich war es eine absolut zufriedenstellende Standortbestimmung. Ich bin auf einem guten Weg.

Am Ende stehen 80km mit 1564 Höhenmetern in zwölf Stunden zu Buche und damit kann ich arbeiten. Das Training im Winter hat sich ausgezahlt und jetzt muss (und will) ich einfach den nächsten Schritt machen.

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1. Schindertrail virtual backyard ultra

Am Osterwochenende findet der erste virtuelle Schindertrail Backyard Ultra statt. Und ich habe mich dazu entschieden teilzunehmen. 🙂

Im letzten Oktober habe ich an meinem ersten backyard ultra teilgenommen. Das Ergebnis war da mit neun Runden eher mau und für mich unzufriedenstellend.

Ich hoffe dieses Mal länger durchzuhalten, allerdings laufe ich dieses Mal auch komplett alleine. Das erschwert es glaube ich mental noch einmal.

Motiviert bin ich aber so oder so.

Ich sehe diesen Wettkampf, wie ja eigentlich immer, primär als Training für folgende Herausforderungen in diesem Jahr an. Ich habe noch viel vor!

Kurzfassung:

  • 6,7056km müssen pro Stunde gelaufen werden (das ergibt 100 Meilen in 24h)
  • Beginn der ersten Runde ist am Karfreitag, 2.April um 10:00 Uhr
  • Jede weitere Runde startet 60min später.
  • Das Rennen endet für einen selbst, wenn man nicht zu einer neuen Runde/Stunde nicht am Start steht.
  • Der Wettkampf endet sobald der vorletzte Teilnehmer aufgehört und der letzte Teilnehmer die darauf folgende Runde erfolgreich abgeschlossen hat.
  • Nur der letzte Teilnehmer gilt als Finisher, alle anderen Teilnehmer haben das Rennen nicht beendet (DNF, did not finish).

In der Ausschreibung steht explizit

Grundsätzlich funktionieren alle virtuellen Läufe nur über Vertrauen. Der Virtual Backyard Ultra ebenso. Ihr selbst seid für die korrekte Übermittlung eurer Zeiten verantwortlich.

Passt für mich. Aber trotzdem will ich meine Strecken im Vorfeld bekannt gemacht haben. Schadet ja nicht.

Meine Strecken

Jeder Teilnehmer erstellt sich seine Strecken individuell. Im Normalfall hätte ich nur eine einzige Strecke für Tag und Nacht genutzt, allerdings gibt es dort, wo ich laufe, eine pandemiebedingte, nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.

Und auch wenn in Ehlscheid um 3 Uhr niemand kontrollieren wird, ob ich mich da durch den Wald kämpfe werde ich das natürlich nicht machen.

Tagesstrecke

Ausgehend vom Garten geht es in den Wald, einmal von der nördlichen Ecke (Hütte am Rennweg) zum südlichen Rand (Hinterfeldhütte). Von dort dann zurück ins Neubaugebiet und dann quer durch den Ort – um auf die benötigten Kilometer zu kommen – wieder zum Start.

Die Höhenmeterangaben von Komoot sind hier nicht ganz richtig. Es sind gut 120hm pro Runde. Flacher ging es irgendwie nicht, aber die Strecke ist eher „rollend“, also ohne allzu großen Anstieg. Geht man von 16 Runden in den ersten 24 Stunden aus kommt man hier aber auch auf rund 2000 Höhenmeter. Vernachlässigen darf man es also nicht.

Bewusst habe ich den längsten Anstieg an den Anfang der Strecke gesetzt, in der Hoffnung, dass ich da nach der jeweils kurzen Pause vorher entsprechend gut hochkomme. Das steilste Stück dürften die letzten 100m zurück zum Start/Ziel sein. Da ist man aber ja entsprechend motiviert. 🙂

Nachtstrecke

Aufgrund der Ausgangssperre kann ich die Strecke nachts leider nicht nutzen, also brauche ich eine Alternative.

Je nach Wetter habe ich zwei unterschiedliche Strecken für die acht Stunden in der Nacht.

Beide Varianten sind Wendepunktstrecken. Also hin und wieder zurück.

Variante 1

  • 44m lang
  • kein Höhenmeter
  • Terrasse + Einfahrt vor den Garagen bis an die Grundstücksgrenze
  • 152 Runden pro Stunde + Hin und Rückweg zum Start/Ziel hinter dem Haus

Ich habe diese Variante ausprobiert. Wie zu erwarten war das natürlich ein GPS-Chaos. Die Uhr meldete auch nur 5,29 Kilometer, aber damit muss ich dann leben.

Ich habe mir bei eBay-Kleinanzeigen extra ein geeichtes Messrad gekauft und die Strecke abgemessen. Ich weiß also, dass die Rundenanzahl korrekt ist. Wenn schon, denn schon.

Variante 2

  • Länge trage ich nach
  • Höhenmeter pro Runde tage ich nach
  • Erweiterung von Variante 1 + kleinen Anstieg auf Rasen
  • xx Runden pro Stunde + Hin und Rückweg zum Start/Ziel hinter dem Haus (sollten etwas mehr über 70 sein, muss aber noch genau messen)

Sollte es nass sein, werde ich diese Variante nicht wählen. Der Grund ist, dass ich bei etwa 70 Runden und acht Stunden und der Tatsache, dass ich pro Runde zwei Mal an der gleichen Stelle vorbei komme, mehr als 1200 Mal über die gleichen Rasenstücke laufen müsste. Bei nassem Gras hätte ich morgens dann wahrscheinlich den Rasen hart belastet. Aber es soll ja trocken bleiben. Schauen wir mal. 🙂

Bei beiden Varianten ist neben der körperlichen und mentalen Komponente vor allem das Problem zu lösen, wie ich die zurückgelegten Runden zähle. Auf die Distanzmessung der Uhr kann ich mich nicht verlassen, so dass ich das irgendwie manuell machen muss.

Ich hatte erst gehofft so einen Besucherzähler, wie man sie aus dem Einzelhandel kennt, zu nutzen, aber das war mir dann, auch „sehr gebraucht“, doch zu teuer. Am Ende bleibt mir da nur übrig mittels Smartphone und „tab counter“ jede gelaufene Runde abzuhaken.

Zwischenstände

Jeder Läufer trägt nach jeder gelaufenen Runde seine benötigte Zeit ein, so dass man sich eine aktuelle Ergebnisliste anschauen kann. Die Zeiten sind allerdings sekundär, weil nicht der schnellste Läufer gewinnt, sondern derjenige, der am Ende noch übrig ist.

Ich werde versuchen ab und an mal ein Update über meine sozialen Kanäle (Twitter, Instagram, Facebook) rauszuhauen. Man darf sich davon zwar nicht ablenken lassen, aber mir hat das in der Vergangenheit durchaus geholfen bei Solo-Läufen den „Kontakt“ nicht zu verlieren. Kann man zu stehen, wie man will. Mich motiviert es.

Mein Start-/Zielbereich

Support und Verpflegung ist bei so einem Wettbewerb eigentlich das Allerwichtigste. Klar, man muss natürlich auch körperlich und mental fit sein, aber am Ende werden es die kleinen Dinge sein, die darüber entscheiden, ob man in die nächste Runde aufbricht bzw. sie rechtzeitig beendet oder nicht.

Support ist aber schwierig, da natürlich möglichst kontaktfrei gelaufen werden soll (bzw. ich das auch will). Aus dem Grund werde ich im Vorfeld alles soweit aufbauen und durchplanen, dass ich während der Pausen nur noch konsumieren und nicht noch irgendwas vor-/nachbereiten muss.

Eine gute Organisation des Start-/Zielbereichs ist also kritisch.

Ich habe ein Setup im Kopf. Werde das an dieser Stelle noch ergänzen, sobald der Bereich aufgebaut ist bzw. nach dem Rennen, je nachdem, ob ich vor dem Start noch die Zeit dafür finde.

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Ziele 2021

Braucht es Ziele? Ich brauche sie schon. Zum Einen mag ich gerne Pläne schmieden, zum Anderen brauche ich auch ab und an mal einen kleinen Tritt in den Hintern, um mich zu bewegen.

Ist es schlimm, wenn man Ziele nicht erreicht? Nein. Meistens ist es ja auch ausreichend, wenn man sich einfach nur ein bisschen in die richtige Richtung bewegt hat.

Für dieses Jahr habe ich mir Ziele aus unterschiedlichen Bereichen ausgesucht. Zum Einen habe ich sportliche Ziele, zum Anderen aber auch Dinge, die ich in meinem Alltag ändern will. Ob das wirklich „Ziele“ sind, .. schwer zu sagen. Letztlich aber egal. Ich weiß, was ich damit meine.

Sport

Im Sport weiß ich relativ genau, was ich in diesem Jahr erreichen will. Auf die einzelnen Herausforderungen werde ich mit der Zeit noch detaillierter eingehen, deshalb hier nur die Zusammenfassung als Checkliste.

Beschreibungerreicht am
100 Meilen am Stück
24h am Stück
100km Radfahrt am Stück25.04.2021
Wiedweg komplett
Everesting light (8848hm in der Woche laufen)
501 si/do regelmäßig mit 50+ Schnitt checken
Liste meiner sportlichen Ziele im Jahr 2021

Das sind große Herausforderungen, aber ich bin da durchaus optimistisch.

Für die 100 Meilen und die 24 Stunden habe ich bereits entsprechende Wettbewerbe im Auge (nicht die einfachsten muss ich dazu sagen), aber das hängt natürlich auch stark davon ab, ob diese Veranstaltungen stattfinden können oder nicht. Im Notfall kann ich meine Ziele aber auch alleine erreichen.

Am Ende möchte ich am Ende des Jahres das Gefühl haben, dass ich 2022 einen nächsten Schritt nach vorne machen kann. 2020 war ein sehr gutes Trainingsjahr für mich, wenn 2021 mit einigen Highlights wieder so ein Jahr wird, dann bin ich absolut zufrieden.

Zusätzlich zum Ausdauersport habe ich noch das Thema Darts mit aufgenommen. Ich bin zwar ein Anfänger, aber in zwölf Monaten möchte ich mich merklich verbessert haben.

Alltag

Ich schleppe eine Reihe von Aufgaben bereits seit einiger Zeit mit mir rum bzw. trage sie vor mir her. In diesem Jahr will ich davon endlich mal welche abarbeiten.

Beschreibungerledigt am
Testament, Vorsorgevollmacht
Steuererklärung im ersten Halbjahr 2021

Ich möchte das eigentlich schon seit Längerem machen, aber gerade in 2020 ist es mir natürlich nochmals viel bewusst geworden, wie wichtig ein Testament und vor allem eine Vorsorgevollmacht ist. Man ist nie zu jung, um sich und vor allem seine Familie abzusichern und zu entlasten. Niemand will glaube ich, dass die Familie irgendwelchen bürokratischen Kram regeln muss, wenn man selbst gerade verstorben oder nicht mehr ansprechbar ist.

Meine Steuererklärung mache ich seit jeher auf den allerletzten Drücker. Mir geht es tierisch auf den Keks 😀 und deswegen formuliere ich es jetzt hier mal ganz öffentlich. Ich möchte das nicht mehr auf den letzten Drücker machen, vor allem weil es auch einfach gar keinen triftigen Grund dafür gibt.

Ich habe noch ein paar andere Dinge im Kopf, aber das sind eher Dinge, die ich regelmäßig in meinen Alltag einbauen möchte (so etwas wie eine kurze Morgensportroutine) oder die ich nicht als Ziel/Vorsatz verstehe, sondern eher als Wunsch (ich würde in diesem Jahr gerne mit meiner Frau noch einen schönen Urlaub machen).

Tatsächlich würde ich mich zum Beispiel auch sehr gerne so schnell wie möglich impfen lassen. Aber das steht nicht in meiner Macht, sondern ich bin abhängig. Das kann also kein Ziel in dem Sinne sein, wie ich es hier verstehe.

Auf los geht es los.

Das Jahr hat bereits begonnen und dementsprechend geht es nun auch in Richtung Zielerreichung bereits los. Die ersten Trainingseinheiten sind bereits absolviert und ich bin sehr gespannt, wie sich das alles so entwickelt.

Vielleicht werde ich am 1.Juli mal einen Statusbericht schreiben. Die obigen Checklisten werde ich in diesem Artikel aktualisieren, wenn ich die entsprechenden Punkte erledigt habe. 🙂

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Mein Anfänger Dart-Setup

Ich arbeite seit Mitte/Ende März im HomeOffice und werde auch in Zukunft nicht mehr ins Büro nach Bonn pendeln. Das bringt mir viele Vorteile, allerdings fehlt natürlich auch etwas: zum Beispiel die lockeren Dartründchen mit Kollegen in der Mittagspause.

Best-of-Three, 501 double-out. Klassiker.

Dartscheibe von WINMAU mit schwarzem Surround

Am Ende ging es letztlich darum irgendwie die Doppel-1 zu vermeiden, aber egal. Hat Spaß gemacht. Mit ein paar Freunden spielen wir auch ab und an mal ein Ründchen hier in Koblenz.

Ich bin auch nicht der schlechteste Dartspieler auf der Welt, aber gut bin ich sicherlich auch nicht (wenngleich ich der amtierende Titelträger der Darts Open Roonstraße 2019 bin 😀 .. vielleicht war ich da aber auch nur der am wenigsten angeheiterte, egal .. SIEG!).

Egal. Ich habe schon längere Zeit darüber nachgedacht mir eine Dartscheibe anzuschaffen.

Problem dabei:

  • Wir haben nicht wirklich einen Platz, wo ich eine Scheibe aufhängen könnte. Im Wohnzimmer fällt weg, weil ich dann dort nur spielen könnte, wenn es leer ist.
  • Ohne entsprechende Schalldämpfung funktioniert das sowieso nicht. Und selbst wenn ich einen Ort für die Scheibe finden würde, wäre das Anbringen eben dort eher unmöglich.

Kürzlich habe ich mich dann einfach mal zusammengerissen und habe mir einen Dartständer gekauft. Nichts Wildes, sondern einfach ne solide Ausstattung für einen Anfänger wie mich.

Für 115 Euro hab ich mir ein Komplettpaket zugelegt, bestehend aus Ständer, Scheibe und Surround (also einem Wurfschutz, falls man mal an der Scheibe vorbei werfen sollte).

Das hier sind die Produkte:

Verlinkt ist jeweils der Shop, indem ich das Paket erworben habe. Bei Amazon ist (Stand heute) die Scheibe zum Beispiel deutlich teurer. Der Preisvergleich lohnt. Kann man sich sicherlich auch irgendwie selbst zusammen stellen und irgendwelche Qualitäts- und/oder Preisvorteile erhaschen, aber ich wollte es einfach haben, also bestellt und fertig.

Aufbau und erster Eindruck

Der gekaufte Dartständer kommt erstmal ohne Anleitung daher. Das ist aber auch okay, denn es ist einfach selbsterklärend. Beine ausfahren, festzurren, fertig. Die korrekte Höhe des Dartboards (173cm bis zum Mittelpunkt der Scheibe) wird durch farbliche Markierungen am Ständer angedeutet. Einfach entsprechend festschrauben und erledigt.

Die Scheibe am Board zu befestigen ist ggf. etwas aufwendiger und zwar wenn man keine Bohrmaschine besitzt. Die Rückseite der Scheibe ist auf jeden Fall nicht dafür geeignet dort einfach Schrauben reinzudrehen. Entsprechend habe ich zwei kleine Löcher angebohrt, in denen die Schrauben dann entsprechend hineingreifen und sich festdrehen konnten.

Die Dartscheibe wird mit drei Schrauben am Dartständer befestigt.

Hier muss man natürlich aufpassen, dass man genau arbeitet. Ansonsten ist die Scheibe (und damit meine ich die Felder, nicht den Zahlenreifen außen herum) nicht exakt ausgerichtet. Bei mir ist eine minimale Verschiebung (vielleicht ein Millimeter) zustande gekommen. Das ignoriere ich aber, ich bin nicht in einem offiziellen Wettkampf.

Schon vor dem ersten Wurf merkt man .. die Scheibe schwingt ganz schön. Das habe ich mir etwas solider vorgestellt, aber wenn man dann die ersten Pfeile geworfen und wir abgezogen hat ist recht schnell klar: alles gut. Man trifft nicht schlechter, weil die Scheibe nach dem Einschlag des Pfeiles etwas pendelt. Wenn man das ignoriert kann ich nur sagen: alles fein. Für den Preis ist das schon vollkommen in Ordnung.

Auf- und Abbau nach Bedarf

Der Ständer kann relativ leicht durch die Gegend getragen (hat natürlich ein gewisses Eigengewicht + Scheibe) und dort aufgestellt werden, wo man ihn gerade haben möchte. Das ist kein Thema.

Der Abbau der Scheibe benötigt im Prinzip nur einen Schraubendreher oder Akkuschrauber. Zack, drei Schrauben raus bzw. rein und fertig. Bei mir steht der Ständer derzeit mit Scheibe neben meinen anderen Sportutensilien (Laufgedöhnse und Räder), so dass ich ihn derzeit erstmal nicht auseinander bauen werde.

Zusammengeklappt passt der Ständer auf jeden Fall in jede Zimmerecke und nimmt wirklich minimal Platz weg.

Auch hier gilt: da ist das Preis-Leistungs-Verhältnis erstaunlich gut.

Pfeile

In dem Zuge habe ich mir auch erstmals eigene Pfeile genehmigt (geht ja auch irgendwie nicht anders, wenn man daheim spielen will ;-)). Dazu war ich kurz vor dem Lockdown extra noch im Sportshop Koblenz, dem Dartfachhandel vor Ort (tatsächlich direkt bei mir um die Ecke).

Mein derzeitiges Wurfgerät

Ich bin unerfahren, weiß aber, dass ich lieber mit nicht allzu dünnen und leichten Pfeilen werfe. Nach kurzer, aber guter Beratung habe ich mich dann für die Harrows Predator in der 23g-Variante entschieden. Die haben ordentlich, aber nicht zu viel Grip und nach den ersten längeren Wurfserien komme ich tatsächlich recht gut mit den Pfeilen zurecht. 🙂

Für Gäste ohne habe ich mir dann zusätzlich noch ein super günstiges Set von 0815-Pfeilen gekauft. Da geht es eher darum überhaupt noch andere Pfeile im Haus zu haben.

Die Pfeile habe im Fachhandel übrigens deutlich mehr gekostet als online. Aber gerade in der aktuellen Zeit ist es in meinen Augen total wichtig die Option zu nutzen den Fachhandel vor Ort zu unterstützen. Wenn er denn dann irgendwann mal weg ist .. ist er wahrscheinlich für immer weg. Und dann hat man den Salat. An der Stelle sei für die Koblenzer unter euch auf Koblenz-Bringts.de hingewiesen. 🙂

Und jetzt?

Ich mag mich gerne weiterentwickeln, so dass ich das jetzt erstmal versuchen werde. Es macht halt Spaß, wenn man die Felder trifft, die man anvisiert. Genau so wie es Spaß macht einen steilen Trail hochzulaufen ohne das Gefühl zu haben Laktat kotzen zu müssen. 😉

Ich muss mal schauen, wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall habe ich jetzt die Option endlich wieder ein paar Dartpfeile zu werfen .. und das sogar dann, wenn ich es möchte.

In dem Sinne: Game on.

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Schweizerbach

Der Schweizerbach fließt durch das gleichnamige Tal und gehört wohl eher zu den kleineren Vertretern seiner Zunft. 🙂

Laut Wikipedia hat er eine Länge von gerade einmal 2,5km und damit nicht allzu großen Einfluss auf den Wasserstand der Lahn, in die er in Miellen mündet.

Wenn man die Strecke bis zur Quelle, die bei Openstreetmap angegeben ist, dann grob abmisst, ist der Fluss bis zur dort angegebene Quelle aber eher 1,8km lang.

Es gibt allerdings noch einen relativ großen Zulauf (Betonung auf „relativ“) etwas unterhalb der obersten Mühle im Schweizertal, der Kadendeller Mühle. Am Ende bin ich beide Bachläufe komplett abgelaufen. Die Zeit hatte ich bzw. habe ich mir genommen.

NameSchweizerbach / Schlauserbach
Länge~1,8km
Höhenunterschied145hm
Quelle50° 19′ 1.2″ N, 7° 40′ 40.7″ O
Mündung50° 19′ 28.2″ N, 7° 39′ 55.5″ O
FlusssystemLahn
Mir liegen keine offiziellen Daten vor, so dass die Werte nur Annäherungen sind.

Früher hieß der Bach übrigens Schlauserbach.

Der Lauf

Geparkt auf der anderen Lahnseite und dann erstmal fix über die Brücke nach Miellen. Die Mündung ist dann schnell erreicht.

Mündung des Schweizerbachs in die Lahn

Da mir vor Beginn des Laufes nicht klar war wo die Quelle wirklich liegt musste ich vor allem beim genannten Zusammenfluss der beiden Bäche darauf achten welcher von beiden der „Hauptbach“ ist.

Bis zu diesem Abzweig geht es aber erstmal von der Bachmündung stetig hinauf durch das Schweizertal. Ursprünglich standen in diesem Tal eine Reihe von Mühlen. Ein paar der alten Mühlen sind mittlerweile Wohnhäuser, ein paar weitere werden nur noch per Infotafel an den ehemaligen Standorten in Erinnerung gehalten.

Informationen zu den Mühlen im Schweizertal

Ich dachte ursprünglich, dass ein befahrbarer Weg durch das Tal nach oben führen würde. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt: feinster Trail. 🙂 Tatsächlich war es nicht ganz so einfach zu laufen, da der Schiefer teilweise recht rutschig war. Aber ich hatte es nicht eilig und bin häufiger mal stehen geblieben, um die Informationen auf den Infotafeln zu den Mühlen zu überfliegen.

Mit so einem Weg hatte ich nicht gerechnet. Der Weg war quasi dauerhaft so.

An besagtem Abzweig war recht klar, dass ich dem Bach, wie in den Karten vermerkt, folgen würde. Ein letzter knackiger Anstieg mit tollem Blick ins Bachtal und dann war ich auch bereits auf den Feldern rund um Frücht.

Kurz vor der Quelle des Schweizerbachs

Ab der Kadendeller Mühle befindet man sich übrigens auf dem Panoramaweg rund um Frücht. Bergab bin ich dann nochmals auf diesen Weg gestoßen. Ist auch eine nette Runde, die ich vor ein paar Jahren schon mal gelaufen bin.

Die Quelle ist dann schnell gefunden.

Quelle des Schweizerbachs

Von hieraus bin ich dann nicht wieder zurück zum Zufluss, sondern direkt zur vermeintlichen Quelle des anderen Baches gelaufen. Das Problem war: einen Bachlauf konnte ich erahnen, aber dort floss kein Wasser. Ich bin trotzdem bis ganz nach oben gelaufen, warum auch nicht.

Vermeintliche Quelle des Zulaufs des Schweizerbachs

Auf dem Weg nach unten habe ich dann häufiger mal versucht näher an das Bachbett heranzukommen, um heraus zu finden, ab wann der Bach wieder Wasser führt. Das führte zwar dazu, dass ich etwas langsamer unterwegs war, aber ich war in keinem Rennen. 🙂

Das erste Wasser entdeckte ich dann ein paar Hundert Meter weiter unten. Ob das Quellwasser oder nur Regenwasser war kann ich nicht sagen, ist aber letztlich auch egal. Der Bachlauf gräbt sich mit der Zeit auch stark ins Gelände, um dann eben in den Schweizerbach zu münden.

Zulauf des Schweizerbachs
Laufstrecke6,79km
Höhengewinn/-verlust246hm
Dauer50min
Mehr Informationen zum Lauf bei Strava.
Streckenprofil, von Miellen hoch nach Frücht und zurück

Am Ende war es eine super Runde, die ich ohne das Projekt Flussläufer niemals gelaufen wäre. Nicht jede Strecke muss spektakulär sein, aber immer wieder etwas Neues zu entdecken, an neuen Orten zu sein, das reizt mich sehr und macht wirklich Spaß.

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Alkener Bach

Nachdem ich gestern den Tauberbach abgelaufen bin, stand heute direkt der zweite Bach auf dem Programm, den ich von der Mündung zur Quelle und zurück ablaufen wollte: der Alkener Bach.

Der Alkener Bach ist ein rechter Nebenfluss der Mosel und mündet, man kann es sich denken, in Alken in eben diese.

NameAlkener Bach
Länge5,7km
Höhenunterschied311m
Quelle50° 14′ 7″ N, 7° 30′ 41″ O
Mündung50° 15′ 1″ N, 7° 26′ 46″ O
FlusssystemMosel
Mehr Informationen zum Bach findet man auch in der Wikipedia.

Die Quelle des Alkener Baches liegt etwas südlich von Pfaffenheck, in direkter Nähe der Hunsrückhöhenstraße.

Der Lauf

Ich starte den Lauf also an der Mündung des Bachs in die Mosel.

Mündung des Alkener Bachs in die Mosel

Über Alken liegt die Burg Thurant, ein toller Anblick, allerdings sieht man sie von der Mündung des Alkener Bachs aus nicht. dafür müsste man ein Stückchen weiter in Richtung Westen an der Mosel entlang gehen, was ich mir heute gespart habe.

Es geht zunächst einen Kilometer asphaltiert rund um die Burg herum, dann entlang des Baches stetig bergauf. Im Gegensatz zur gestrigen Strecke war ich heute fast ausschließlich auf festen Forstwirtschaftswegen unterwegs. Kein Trailgenuss, aber es war okay. Die 330hm auf 6km Strecke reichen als Herausforderung. 🙂

Streckenprofil des Laufs von der Mündung des Alkener Bachs zu seiner Quelle und zurück. Mir gefällt so etwas einfach. 🙂

Man muss ab und an aufpassen, dass man nicht den falschen Abzweig nimmt, es gibt doch eine Reihe von Bachläufen, die dem Alkener Bach zufließen.

Laufstrecke12,40 km
Höhengewinn/-verlust330hm
Dauer01:14h
Mehr Informationen zum Lauf bei Strava.

Der Bach schneidet sich teilweise recht tief ins Gelände. Schon erstaunlich was auf so einer kurzen Strecke trotzdem für eine Kraft herrscht.

Das Bild wirkt gar nicht so imposant, wie es sich eben im Wald angefühlt hat.

Kurz vor Ende habe ich dann einen falschen Abzweig genommen und den Bach kurz verlassen. In Pfaffenheck kam ich dann aber schnell wieder an eine Stelle, die online als Quelle angegeben war. Ob das so 100%ig stimmt .. hmm.

Hier verschwindet der Alkener Bach unterhalb des Asphalts

Etwas weiter die Straße hinauf habe ich dann noch ein kleines Rinnsal gefunden, was in einem Rohr unterhalb der Asphaltdecke verschwindet. Diesem bin ich noch gefolgt und dann habe ich dort, meinem Verständnis nach, die Quelle entdeckt.

Quelle des Alkener Bachs

Dummerweise ist das nur halb wahr. Zuerst bin ich nämlich an dieser Stelle einfach (im Bild) links vorbei gelaufen und über eine Kuhwiese hinauf zur Hunsrückhöhenstraße, über dieser hinüber in Richtung Autobahn. Dort war ebenfalls noch ein Wasserlauf, der sich aber für mich letztlich als Ablauf von der A61 darstellte.

Also wieder zurück, die Quelle entdeckt, geknipst und dann auf dem richtigen Weg, immer dem Bach abwärts folgend, so schnell es ging wieder nach Alken.

Eine Stirnlampe hatte ich zwar dabei, aber ich kam genau rechtzeitig in Alken an. Das menschliche Auge kann mehr, als man manchmal denkt. Es war schon richtig dunkel, aber um im 4:30er-Schnitt ins Ziel zu donnern reichte es noch. 🙂

Somit steht der Alkener Bach als Nummer 2 auf meiner Liste, der erlaufenen Flüsse.

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Tauberbach

Als Start meiner Karriere als Flussläufer bin ich am gestrigen Abend in der Dunkelheit des frühen Abends die kurze Strecke nach Brey gefahren, um von der Mündung des Tauberbachs bis zu seiner Quelle zu laufen.

Der Tauberbach ist ein relativ kurzer orografisch linker Nebenfluss des Rheins, der auf gerade mal etwa 4,5km Fließlänge rund 190 Höhenmeter überwindet.

NameTauberbach
Länge~4,3km
Höhenunterschied~190m
Quelle50.26283° N, 7.58233 O
Mündung50.27765° N, 7.62760° O
FlusssystemRhein

Seine Quelle liegt in der Nähe des Jugendzeltplatzes „Am Pfaffenwäldchen“ in Rhens. Die genauen Koordinaten sind mir nicht bekannt. Die Angaben in der Tabelle sind entsprechend nur Annäherungen.

Der Lauf

So muss ein Höhenprofil aussehen. 🙂

Auf dem Weg hinauf zur Quelle startet man auf dem Rheinradweg zwischen Koblenz und Mainz und gelangt durch eine schmale Fußgängerbrücke unter einer Bahnunterführung (ja, genau .. Brücke unter Unterführung) auf den Parkplatz eines Discounters. Dort quert man die B9 (kein Zebrastreifen vorhanden, also Obacht) und gelangt dann über eine Brücke und an der Mündung des Breyerbachs in den Tauberbach vorbei in ein Wohngebiet. Dort verlässt man ganz kurz den Bach, kommt aber nach einigen Hundert Metern wieder in seine Nähe.

Laufstrecke9,05km
Höhengewinn/-verlustje 201m
Dauer01:02h
Mehr Informationen zum Lauf bei Strava.

Von da an ging es in der Dunkelheit des Waldes bergan. Aufgrund der Nässe der letzten Tage war der Weg im Prinzip ein einziger Matschhaufen. 😀 In Kombination mit reduzierter Lichtstärke der Stirnlampe aufgrund von „wenig Restakku“ war das schon teilweise etwas grenzwertig, hat aber Spaß gemacht. 🙂

Hier versteckt sich irgendwo die Quelle des Tauberbachs

In der Nähe der Quelle war dann eigentlich kein wirklicher Weg mehr zu erkennen und ich habe versucht mich querfeldein der Quelle zu nähern. Da ich die genauen Koordinaten nicht kannte bin ich am Ende bis zur vermeintlichen Quelle geschliddert und dann wieder bergab in Richtung Mündung.

Auf dem Rückweg habe ich dann den Weg auf der nördlichen Seite des Baches verwendet. Bei Komoot hatte ich gesehen, dass dort ein Weg eingezeichnet war. Auf der Karte hörte er zwar einfach irgendwo auf, in der Realität gab es aber eine Verbindung. War auf jeden Fall eine tolle Laufstrecke, wenngleich wirklich sehr sehr dunkel und wild. Hat Spaß gemacht.

Der Tauberbach kurz nach der Quelle

Am Ende muss ich aber sagen, ich hätte den Weg nicht belaufen sollen. Denn kurz bevor es wieder in den Ort ging kam ich an diesem Schild vorbei.

Wildruhezone am Tauberbach auf Rhenser Seite

Wildruhezone. Jou, macht dann aber halt auch keinen Sinn, wenn man das Schild nur an einer Seite eines Weges anbringt. Dumm gelaufen, geschieht mir an dieser Stelle nicht wieder.

Am Ende dann noch kurz dem Sauerbrunnen, dem Breyer Born, der vom VVV Brey betreut wird, einen Besuch abgestattet.

Infotafel am Sauerbrunnen in Brey

Auf dem dortigen Schild steht geschrieben

Viel hundert Jahr fließt diese Quelle, die Gott in seiner Güt uns gab. Oh Mensch bewahre diese Stelle vor allem Unrat und vor Schad.

Dazu gibt es noch eine Informationstafel mit dem folgenden Text.

Breyer Sauerbrunnen / Breyer Born

Die Quelle am Tauberbach, dem Grenzbach zwischen Brey und Rhens, wurde im Jahre 1741 gefaßt. Spätestens seit dieser Zeit dient sie der Bevölkerung als saubere und gesunde Trinkwasserstelle. Die Quelle ist nachweislich bis heute nie versiegt. Als Ende des 18.Jahrhunderts in dieser Gegend Seuchen, wie z.B. Ruhr wüteten, gab es in Brey verhältnismäßig wenige Opfer. Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der guten Wasserqualität zu verdanken.

[..]

Informationstafel am Breyer Born

Kurz ein Foto geschossen und weiter durch Rhens zurück zur B9, diese kurz gequert und nochmals bis zur Mündung an den Rhein. Dort hat man auch einen tollen Blick auf die Marksburg auf der anderen Rheinseite. Gerade im Dunkeln immer wieder ein toller Anblick.

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Sport

Flussläufer

Ich lebe schon mein ganzes Leben in der Nähe de Rheins bzw. seit 20 Jahren direkt am Rhein. Dazu kommt hier in Koblenz natürlich die Mosel, die Lahnmündung ist in der Nähe.

Ich bin in der Nähe der Wied aufgewachsen und später habe ich in der Nähe der Ahr gelebt. Rund um mein Heimatdorf gibt es auch mehrere kleine Bäche.

Wasserläufe waren also schon immer irgendwie Bestandteil meines Lebens, wenngleich kein allzu wichtiger. Sie waren einfach da.

Ich habe bereits ein paar Mal Pläne geschmiedet diese (und andere) Flüsse abzulaufen. Der Rhein ist da außen vor, das ist außerhalb meiner Fähigkeiten und es reizt mich auch nicht allzu sehr. Ich mag gerne die unentdeckten Ecken meiner Heimatregion erkunden. Und vielleicht muss man auch nicht direkt mit der mehr als 300km langen Mosel anfangen. 🙂

Ich denke, dass genau jetzt die richtige Zeit ist sich der Sache nochmals zu nähern. Einfach mal machen.

Abgelaufene Flüsse

NameLängeHöhenunterschiedLaufrichtungDatum
Tauberbach~4,5km190 Meter↑↓15.12.2020
Alkener Bach5,7km311 Meter↑↓16.12.2020
Schweizerbach~1,8km~145 Meter↑↓17.12.2020
Liste der Fließgewässer, deren komplette Strecke ich zwischen Quelle und Mündung abgelaufen habe.

Bei der Formulierung mache ich keinerlei Unterschiede zwischen Fluss und Bach. Tatsächlich gibt es keine exakte Definition der Begriffe und der Übergang von einem Bach zu einem Fluss ist .. fließend :-).

Die Angaben in der Tabelle sind, soweit ich sie nicht von irgendwo übernehmen konnte, nur als Annäherungen anzusehen.

Ist der Name des Flusses verlinkt findet man dahinter weitere Informationen zum Gewässer oder zum Lauf.

Die Pfeile (↑↓) sind wie folgt zu lesen:

  • ↑ = von der Mündung hinauf zur Quelle
  • ↓ = von der Quelle hinab zur Mündung
  • ↑↓ = von der Mündung zur Quelle und wieder hinab zur Mündung
  • ↓↑ = von der Quelle zur Mündung und wieder hinauf zur Quelle

Geplante Läufe

Ich habe mir bereits eine Reihe von Routen zusammengestellt, die ich versuchen werde abzuarbeiten und natürlich auch zu erweitern, sofern mir die Art der Läufe Spaß macht.

NameLängeHöhenmeterLaufrichtung
Aspeler Bach9km328m↑↓
Brodenbach8,2km299m↑↓
Dörsbach32km381munklar
Aubach15,2km284munklar
Fockenbach~12km~230munklar
Brexbach21,7km378munklar
Hillscheider Bach12,6km367munklar
Bienhornbach~2,5km~220m↑↓
Griesentalbach/Blindbachunklarunklar↑↓
Die gelaufene Strecke wird sich natürlich von der eigentlichen Flusslänge unterscheiden.

Die Strecken plane ich so, dass ich möglichst nah am Flusslauf entlang laufen kann. Ich verzichte allerdings auf Querfeldeinpassagen, sondern möchte nur auf Wegen, Pfaden unterwegs sein. Beim Erreichen der eigentlichen Quelle ist das dann manchmal nicht möglich und man muss etwas kraxeln, aber das sollte die Ausnahme bleiben. 🙂

Wenn jemand gute Ideen für Routen hat, ich bin da offen für alles, was nicht allzu weit von Koblenz entfernt ist.

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Umweltschutz

Earth Day 2020

Gestern war der diesjährige Earth Day.

Eigentlich wollte ich passend zum gestrigen Tag dann mal ein bisschen Müll sammeln (habe ich schon lange nicht mehr gemacht; der Koblenzer Dreck-Weg-Tag 2020 wurde ja Corona-bedingt abgesagt), musste dann aber meinen entsprechenden Lauf aufgrund von ganz unschönen Magenkrämpfen abbrechen.

Aufgeschoben ist aber ja nicht aufgehoben, so dass ich das in der heutigen Mittagspause nachgeholt habe. Also Tüte und einen Handschuh mitgenommen und am Ende der Runde gerade noch einmal den Hasenpfad hoch.

Kleinvieh macht auch Mist, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich lieber separat mit einer Tüte und dann nur zum Zweck des Sammelns unterwegs bin, als während dem Laufen anhalte und Müll mitnehme. Das passt oft einfach nicht so wirklich für mich.

Aber egal, wie man es letztlich macht:

  • Wenn ihr die Chance habt, nehmt ein bisschen Müll mit.
  • Lasst niemals euren eigenen Müll irgendwo liegen.

In dem Sinne .. auch beim Laufen .. clean your trails. 🙂

Achja, ganz nebenbei habe ich meinen eigenen Segment-Rekord auf dem Hasenpfad noch um 2 Sekunden verbessert .. dachte ich. Aber irgendwie sieht Strava das anders. Da ist die Wartezeit unten in der Fläche mitgerechnet worden. Sehr blöd, aber es ist klar, dass das auf jeden Fall noch etwas geht. 🙂

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Sport

50km rund um Waldbreitbach

Ob es in diesem Jahr überhaupt noch die Möglichkeit geben wird an Ultramarathonveranstaltungen teilzunehmen ist unklar. Aber auch wenn mein Jahreshöhepunkt bereits abgesagt ist, bin ich voll im Training und deswegen gibt es derzeit auch keinen Grund zurück zu stecken.

So bin ich in der vergangenen Woche ins schöne Wiedtal nach Waldbreitbach gefahren und habe mich früh morgens aufgemacht, um meinen ersten 50km-Lauf des Jahres zu absolvieren.

Strecke

Mehr als 1700 Höhenmeter auf 50km rund um Waldbreitbach im Wiedtal.

Ich hatte mir im Vorfeld die Wanderrouten rund um Waldbreitbach angeschaut und wollte eine Kombination aus diesen Wanderwegen hier laufen:

Ich laufe generell ohne GPS-Route auf der Uhr, sondern immer nach einer Kombination aus Markierungen, Gefühl und Orientierungssinn.

Aufgrund der Tatsache, dass in Waldbreitbach nicht nur die Wällertouren und Wiedtaler Erlebnisschleifen nutzbar sind, sondern auch der Wiedweg und der Westerwaldsteig kreuzen, fand ich die Beschilderung teilweise eher verwirrend als klar.

Das hat dazu geführt, dass ich nach einem Kilometer direkt mal falsch abgebogen bin 🙂 und ich somit die Katzenschleif-Runde nicht wirklich abgelaufen bin.

Das tat dem Ganzen aber keinen Abbruch, da ich mich rund um Waldbreitbach recht gut auskenne. Orientierung und Streckenkenntnis ist immer besser als Markierungen.

Ich gehe zwar nicht davon aus, aber sollte der Malberglauf in diesem Jahr stattfinden ist das eigentlich mal wieder ein Muss. Der Anstieg hoch zum Malberg ist einfach knallhart (wobei ich nicht die Wettkampfstrecke gelaufen bin) und ein Muss für begeisterte Bergläufer.

Verpflegung

Da ich um 15:30 Uhr einen Termin in Neuwied hatte, musste ich früh starten. Das Auto, das ich am Stadion in Waldbreitbach geparkt hatte, war dabei mein Verpflegungspunkt. Das hat so funktioniert, wie gedacht.

Leider ist mir erst vor Ort aufgefallen, dass mein Trinkschlauch eingerissen ist, so dass ich das benötigte Wasser in Flaschen mitnehmen musste. Entsprechend froh war ich, dass ich mehrere Verpflegungsstops eingeplant hatte.

Für die etwas mehr als 50km blieben mir am Ende also 7h Zeit. Durchaus herausfordernd, aber so soll es ja auch sein.

Direkt zum Fazit

Ich verzichte hier mal auf einen „Streckenbericht“. Ihr habt die Route und die Links zu den Wanderwegen. Das sollte reichen. Am Ende kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden war.

  • Die Streckenplanung ging mehr oder weniger auf (zu Beginn, falsch abgebogen, aber das war nicht schlimm, ganz am Ende zeitlich bedingt etwas abgekürzt).
  • Die Verpflegung hat gepasst, wenn man bedenkt, dass ich pro Etappe weniger Wasser dabei hatte, als ich eigentlich wollte.
  • Ich konnte mich gut an das Wetter anpassen. Los ging es bei 2°C und um 15 Uhr waren es dann 25°C in der Sonne.

Kurzum: ein richtiger guter Lauf. 🙂