Nachdem ich gestern Abend nach einem 13 Stunden Tag erst spät nach Hause gekommen bin, habe ich meinen ersten lockeren Lauf in diesem Jahr auf den heutigen Abend verschoben.
Ich habe gestern zufälligerweise diesen Beitrag im Runnersworld-Forum vom Runnersworld-Community-Mitglied Udo Pitsch gelesen.
Dort steht unter Anderem:
Der erste und wichtigste Hinweis ist dieser: Du musst dich dazu zwingen langsam zu laufen. Dabei hilft dir kein Pulsmesser und kein Trainingsplan. In einem Trainingsplan steht zum Beispiel drin “45 min langsamer Dauerlauf”. Der Trainingsplan sagt dir aber nicht wie man langsam läuft, er formuliert nur die Anweisung “lauf 45 min langsam”.
Also lerne langsam zu laufen.
Was ist überhaupt langsames Laufen? Das ist ein Tempo, bei dem du dich nebenbei noch unterhalten kannst, ohne rasch außer Atem zu kommen. Dieses langsame Laufen ist selbstverständliche Voraussetzung dafür, dass man irgendwann auch weiter laufen kann als vielleicht 8 oder 10 km. Aber das ist nicht mal das Entscheidende. Wenn du erfolgreich und mit Spaß laufen willst, wenn du dich weiter und weiter entwickeln möchtest, dann musst du vor allem zu Anfang und später ständig jenen Teil deines Energiestoffwechsels entwickeln, der vom langsamen Laufen gefordert wird. Wenn du schnell läufst, immer schneller, nur noch schnell, dann nutzt einen anderen Teil deines Energiestoffwechsels. Der für langsames Laufen bleibt weitgehend untrainiert. Das ist auch der Grund, warum du auf diese Weise nicht über eine bestimmte Distanz hinaus kommst. Der – ich nenne das jetzt mal so, um Fachbegriffen auszuweichen – “langsame Stoffwechsel des langsamen Laufens” ist aber die Grundlage für alles.Also lerne langsam zu laufen.
Regelrechtes Training ergibt erst einen Sinn, wenn eine Basis da ist. Wenn du langsam läufst, wirst du feststellen, dass es dir von Woche zu Woche gelingt weiter zu laufen.
Ich bin eigentlich immer jemand gewesen, der relativ fix unterwegs war. Warum weiß ich auch nicht genau, wahrscheinlich weil ich mich gut fühle, wenn ich schwitze und dadurch merke, dass ich richtig was geschafft habe.
Aber heute habe ich mal den oben zitierten Ratschlag befolgt und bin meine neue, kleine Feierabendrunde von etwa 3 Kilometern in stolzen 22 Minuten gelaufen, allerdings inklusive einer kurzen Pause zum Dehnen. Ich war danach angestrengt, aber nicht außer Atem und habe für meine Verhältnisse auch nicht allzu stark geschwitzt. Das ist dann immer ein Zeichen, dass mein Körper noch gut in Schuss ist.
Ich muss gestehen, dass es zunächst ungewohnt war so langsam unterwegs zu sein, aber im Endeffekt hat mir der Lauf erstaunlich gut getan. Und das ist auch der Grund warum ich den Beitrag zitiere, weil er mir schon heute, nach nur einem einzigen Lauf geholfen hat. :-)
In diesem Sinne … nur noch 99. :-)